Zinsgünstige Darlehn für Fluggesellschaften

Foto: Jahner
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BANGKOK: Die Government Savings Bank (GSB) wird den von der Coronakrise schwer gebeutelten Fluggesellschaften zinsgünstige Darlehen mit einem jährlichen Zinssatz von 2 Prozent anbieten. Die Kreditlaufzeit soll 60 Monate betragen.

Das Hilfspaket soll jetzt der Regierung zur Genehmigung vorgelegt werden, kündigte der GSB-Vorsitzende Patchara Anuntasilpa an. Zinsgünstige Darlehn würden auch zur Wiederbelebung der Tourismusindustrie beitragen, die als entscheidend für die wirtschaftliche Erholung angesehen wird. Die Kredite werden über die thailändische Export-Import-Bank angeboten.

Die Luftfahrtindustrie erhält mehr Unterstützung, nachdem die Verbrauchssteuerbehörde beschlossen hat, die Senkung der Kerosinsteuer für Billigfluglinien beizubehalten. Die Steuersenkung von 20 Satang pro Liter wird ab Ende September um weitere sechs Monate verlängert. Die Behörde überlegt, ob sie die Verbrauchssteuer vollständig erlässt, teilte Patchara weiter mit.

Die in den ersten 11 Monaten (Oktober 2019 bis August 2020) des Fiskaljahres 2020 eingenommene Verbrauchssteuer belief sich auf insgesamt 503 Milliarden Baht, 6,53 Prozent weniger als im Vorjahr. Die fünf einkommensstärksten Steuerbereiche waren Öl und Ölprodukte (206 Milliarden), Autos (77,7 Milliarden), Bier (73,3 Milliarden), Spirituosen (56,6 Milliarden) und Zigaretten (58,1 Milliarden). Die Behörde schätzt die Gesamtsteuereinnahmen für das Fiskaljahr 2020 auf 520 Milliarden Baht. Für das nächste Fiskaljahr rechnet das Ministerium mit Steuereinnahmen in Höhe von 534 Milliarden Baht.

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Hansruedi Bütler 24.09.20 17:42
@Ole Bayern Umsatzsteuer auf alles Mögliche
Auch zinsgünstige Darlehen müssen finanziert werden.
Im Moment sieht man, dass der Staat überall versucht Einnahmen zu generieren.
Z.B. Treibstoffe: B20 war bis vor kurzen bei uns an vielen Tankstellen erhältlich.
B20 bedeutet, 20% unbesteuertes Pflanzenöl, welches dem Diesel zugemischt wird und
dafür 20% weniger Dreck!
Das bedeutet aber auch, dass der Staat 20% weniger Treibstoffsteuern kassiert, also hat er kurzerhand B20 vom Markt genommen und gibt nur B10 zum Verkauf frei.
Das bedeutet 10% mehr Steuereinnahmen und dafür auch 10% mehr Dreck und Schwefelabgabe an die Umwelt!
Das macht bezogen auf ganz TH eine beträchtliche Summe an Dreck und Geld aus.
Ob es aber zu Finanzierung/Stopfung diverser "Löcher" reicht, bezweifle ich.
Francis Light 24.09.20 14:14
@Ole Bayern
Ihr Posting hat mich nachdenklich gemacht. Besonders die letzten zwei Zeilen haben es in sich, damit haben sie im Wesentlichen gesagt (oder vermutet), wie die Lage aussieht, um nicht zu sagen (man muss ja jetzt vorsichtig sein mit den Formulierungen wegen der Verschärfung der Kommentarregeln), was Sache ist. Ich versteh das auch überhaupt nicht. Den meisten werden wohl kaum die immer wieder genannten vagen Megaprojekte interessieren, die irgendwann 2023 gestartet und vielleicht 2031 fertig gestellt werden, sondern was heute, morgen ist und getan wird oder getan werden könnte.
Norbert Schettler 24.09.20 08:37
Preise
Wenn die Airlines mir ein Ticket verkaufen, welches für Ubon-Bangkok Return 250 Baht!! kostet, dann verstehe ich allerdings das Gejammere schon. Da brauch man natürlich Unterstützung.
Es waren doch schon immer Kampfpreise angesagt, normal keine 1000 Baht für Return Flight, da kann man doch nur in die Miesen kommen.
Allerdings will ich nicht meckern und nehme solche Angebote gerne an.
Ole Bayern 24.09.20 01:52
Die Wiederbelebung ....
der Tourismusindustrie ist mit zinsgünstigen Darlehen an die sowieso zahlenmäßig völlig überzogene Thai - Billigfluglinien nicht zu retten. Die lebten schon vor der Pandemie von der Hand in den Mund . Denn ohne Touristen keine Industrie , das sollte doch auch der einfach Strukturierteste einsehen . Unabhängig davon schätze ich ich die Einstellung von mehreren der Billigfluglinien. Das Angebot ist in Asien / Thailand einfach viel zu groß , insbesondere wenn die große Thai - Airways gerettet wird. Es wird hier mehrere Kreditausfälle geben , ist meine Prognose .... wie auch im Rest der Welt bei den Fluggesellschaften . Zum Thema Steuern ... wenn Millionen Verbraucher von Bier , Spirituosen , Nutzer von Taxis und Flugzeugen fehlen , werden die damit verbundenen Steuern weiter fallen , nicht zu vergessen die Umsatzsteuer auf alles Mögliche ,dies sollte klar sein ! Was ich von meinem österreichischen Studienfreund aus Pattaya höre ist dramatisch ... dort herrscht derzeit Weltuntergangsstimmung . Ganz schlimm für die Menschen dort !! Dies tut mir wirklich leid für die Leute ( Thais und Farang´s ) . Ist dies denn Alles wert , die ganze Wirtschaft gegen die Wand zu fahren wegen bisher 59 Corona - Toten ? Thailand wird nie mehr werden wie es war , ein Drama !!
VG Ole
Rene Amiguet 23.09.20 15:52
@Hans Breitrainer
Das der Tourismus nicht einmal erwähnt wird in diesen Prozentsätzen ist erstaunlich. Diese Einnahmen werden aber drastisch sinken ohne den Bier- und Spirituosen Konsum der Touristen. Die Einheimischen trinken ja vorallem den schwarz gebrannten Reis Schnaps. Dies auf jeden Fall in der Chiangrai Gegend wo ich wohne.