Zahl der Toten steigt auf mehr als 1.700

Eine Drohnenaufnahme zeigt ein eingestürztes Gebäude in Macuto im venezolanischen Bundesstaat La Guaira nach den schweren Erdbeben. Foto: EPA/Mauricio Torres
Eine Drohnenaufnahme zeigt ein eingestürztes Gebäude in Macuto im venezolanischen Bundesstaat La Guaira nach den schweren Erdbeben. Foto: EPA/Mauricio Torres

CARACAS: Die Hoffnung auf Überlebende immer geringer wird. Verzweifelte Angehörige verlangen, dass mindestens die Leichen ihrer Lieben geborgen werden.

Die offizielle Zahl der Toten nach dem verheerenden Doppel-Erdbeben in Venezuela ist auf 1.719 gestiegen. Wie der Präsident der Nationalversammlung Jorge Rodríguez mitteilte, wurden zudem mehr als 5.000 Menschen verletzt. Die Totenzahl lag zuvor bei 1.450.

Nach den Angaben des Bruders der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez sind nach den schweren Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 am Mittwochabend (Ortszeit) 189 von insgesamt rund 800 beschädigten Gebäuden vollständig eingestürzt. Seit den Beben habe es mehr als 600 Nachbeben gegeben, darunter am Montag eines der Stärke 4,2, das Alarm ausgelöst habe, sagte Rodríguez. Die US-Erdbebenwarte gab die Stärke der Erschütterung vor der Küste des Landes mit 4,6 an.

Rettungsarbeiten laufen weiter

Auch am fünften Tag nach den verheerenden Erdbeben geben die Such- und Rettungskräfte nicht auf. Doch unter den Angehörigen der Opfer wächst die Verzweiflung, da sie befürchten, nicht einmal die Leichen ihrer Angehörigen zurückzubekommen.

Einsatzkräfte aus Venezuela und zahlreichen anderen Staaten suchen unter eingestürzten Gebäuden nach vermuteten Zehntausenden Menschen, die nach einer Modellrechnung des USGS ums Leben gekommen sein könnten. Die Möglichkeit, Menschen nach 72 Stunden noch lebend zu finden, ist allerdings laut Experten extrem gering.

Auch zwei deutsche Such- und Rettungsteams sind in Venezuela im Einsatz - eines vom Technischen Hilfswerk (THW) und eines von der Organisation @fire. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes in Berlin gibt es weiterhin keine Hinweise auf deutsche Opfer.

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