Tote nach Brand in Karachi steigen

​Behörden rechnen nach Feuerkatastrophe mit weiteren Opfern

Rettungskräfte arbeiten weiter in der ausgebrannten Gul Plaza in Karachi. Nach dem Brand steigt die Zahl der Todesopfer weiter. Foto: EPA/Shahzaib Akber
Rettungskräfte arbeiten weiter in der ausgebrannten Gul Plaza in Karachi. Nach dem Brand steigt die Zahl der Todesopfer weiter. Foto: EPA/Shahzaib Akber

KARACHI: Nach einer verheerenden Feuerkatastrophe in der pakistanischen Hafenstadt Karachi steigen auch Tage danach die Opferzahlen noch an. Was lokale Regierungsbeamte jetzt sagen.

Nach dem verheerenden Brand eines Einkaufszentrums in Pakistan ist die Zahl der Toten auf mindestens 60 gestiegen. Die Opferzahl war plötzlich angestiegen, nachdem rund 30 Leichen unter den Trümmern eines Geschäfts gefunden wurden, wie ein lokaler Beamter in der Hafenstadt Karachi der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Das Feuer war am Wochenende ausgebrochen und hatte die Einkaufspassage in der Millionenmetropole fast vollständig zerstört. «Wir glauben, dass noch etwa 30 Menschen vermisst werden. Es gibt keine Hoffnung, noch jemanden lebend zu finden», sagte ein Mitarbeiter des Rettungsdienstes.

Unterdessen wurden die Leichen zwecks Identifizierung DNA-Tests unterzogen, wie eine Polizeiärztin erklärte. «Der Vorgang könnte noch ein paar Tage dauern», sagte sie. Mehrere Dutzend Menschen werden noch vermisst. Familien warteten in Sorge und Hoffnung auf Gewissheit vor der Brandruine.

Brandschutzmängel und strukturelle Probleme

Das Einkaufszentrum war Behördenangaben zufolge für 400 Läden ausgelegt - tatsächlich sollen dort jedoch gut dreimal so viele Geschäfte untergebracht gewesen sein. Nur zwei Notausgänge seien funktionsfähig gewesen.

In der Vergangenheit kam es in dem südasiatischen Land häufig zu verheerenden Feuerkatastrophen, die Diskussionen über Brandschutz auslösten. Die Feuerwehren sind oft unterbesetzt und schlecht ausgerüstet - und damit kaum in der Lage, auf größere Notfälle zu reagieren.

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