Widerborstiger Fahrer zu 8.500 Baht verurteilt

Foto: Daily News/Thaivisa
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BANGKOK: Seine Sturheit brachte dem Fahrer eines Honda City ein Gerichtsverfahren und ein Bußgeld von 8.500 Baht.

Auf einem Video ist zu sehen, wie ein Polizist ein verkehrswidrig abgestelltes Fahrzeug mit einer Klemme an der Weiterfahrt hindern wollte. Der Fahrer kam hinzu, und der Beamte forderte ihn auf, sein Fahrzeug zu bewegen. Doch der 53-jährige Hondafahrer nahm den Ratschlag nicht an, diskutierte wütend mit dem Polizisten und wurde handgreiflich. Die Folge war eine Anklage zu vier Vergehen: 1. Fahren ohne Führerschein. 2. Illegales Parken. 3. Eine polizeiliche Anweisung nicht befolgt. 4. Widerstand gegen einen Polizisten, der seine Pflicht erfüllte. Das Dusit-Gericht verurteilte den Fahrer zu einer Geldstrafe von insgesamt 8.500 Baht. Er hatte seinen Wagen in einer rot-weißen Parkzone abgestellt.

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Joerg Obermeier 12.03.19 22:42
Wenn das ein Farangleser gewesen wäre. Au weia....
Jürgen Franke 12.03.19 15:08
Die Kritik an dem Urteil bedeutet lediglich,
dass noch nicht begriffen wird, hier in einem anderen Kulturkreis gelandet zu sein. Es ist geradezu abenteuerlich, dass Gerichtsverfahren Thailands, von Gästen, in Frage stellen zu lassen. Auch in diesem Fall sind Vergleiche mit Deutschland einfach nur lächerlich.
Rainer Stutz 12.03.19 14:28
Gerichtsurteile
Die Busse von 8.500 THB entspricht etwa 54 % vom ø Einkommen eines Monatslohnes von 2018 (laenderdaten.info) In D wären das 1.584 €. Abgesehen von der Parkbusse in D (20-40€ ?!) würde es für das Fahren ohne Fahrerlaubnis max. 180Tagessätze geben (wohl kaum eine bedingte Gefängnisstrafe...). So steht wohl diese Busse betreffend Punkt 1 bis 3 gar nicht so in einem krassen Missverhältnis (schon gar nicht lächerlich oder zu tief). Schliesse mich da J.B. Kommentar an. Allerdings die Tätlichkeit gegenüber einem Polizisten ist wohl der "heikle Punkt". Es ist zwar üblich, in Thailand, "sich schnell anzufassen, zu schubsen..." (auch gewöhnungsbedürftig für Ausländer, manchmal völlig unverständlich..), aber hier wäre schon eher ein "Zeichen" angebracht gewesen, bezüglich klarer Haltung in der Unterstützung der Polizeiarbeit.
Juergen Bongard 12.03.19 13:46
Lächerliches Bussgeld?
Wahrscheinlich ist dieses Urteil aufgrund der Einkommens- und Vermögensverhältnisse getroffen worden und trifft ihn genauso hart wie jemand anderen, reicheren mit 100.000 Bath?!
Herbert S. 12.03.19 13:13
Und dann darf er weiter fahren? Auch ohne Führerschein? Wem gehöŕt das Fahrzeug? Ist er der Besitzer gehört das Fahrzeug stillgelegt (oder Beschlagnahmt) ist jemand anderes der Besitzer ist auch der Besitzer des Fahrzeuges zu bestrafen wegen Überlassung des Fahrzeuges an eine nicht befugte Person!