BERLIN: 30 Grad, kaum Wolken. Wegen der Hitze greift der Berliner Tennis-Veranstalter zu einer kreativen Maßnahme. Junge Talente müssen dagegen zu Hause bleiben.
Wasserschlauch, Eisbeutel, Ventilatoren - Deutschland ächzt unter der Hitze und auch die Zuschauer und Athleten bei den Sportevents in Deutschland kämpfen mit den extremen Temperaturen. Mit kostenlosen Sonnenhüten wie beim Tennis-Turnier im westfälischen Halle oder Wasserspendern wie beim Deutschen Tourenwagen Master (DTM) am Lausitzring wollen Organisatoren Abhilfe schaffen. Der für Samstag geplante «Tag des Talents» des Hessischen Fußball-Verbandes fällt dagegen aus.
Kühlende Eis-Handtücher beim Tennis
Am Viertelfinal-Tag beim Tennis-Turnier im westfälischen Halle kühlten sich vor dem Auftritt von French-Open-Champion Alexander Zverev die US-Profis Ben Shelton und Taylor Fritz mit Handtüchern mit Eisbeuteln im Nacken. Ballkinder hielten bei den Seitenwechseln Sonnenschirme, um den Profis bei Temperaturen um die 30 Grad Celsius Schatten zu spenden.
Am Himmel war keine Wolke zu sehen, das Dach der Arena führte aber zu Schatten auf vielen Zuschauerplätzen. Mit kleinen Ventilatoren versuchten Besucherinnen und Besucher für etwas frische Luft zu sorgen. Am Eingang des Turniergeländes verteilten Sponsoren kostenlose Sonnenhüte, auf dem Gelände gab es Sonnencreme. Üppig dagegen der Getränkepreis: Eine 0,5-Liter-Flasche Wasser kostet bei dem Turnier fünf Euro inklusive Pfand. Auffüllen der Flaschen war in den Toilettenräumen möglich.
Wasserspender gegen die Dehydrierung
Kostenlos - wie seit Jahren - werden dagegen beim Deutschen Tourenwagen Master (DTM) am Lausitzring Wasserspender bereitgestellt. Insgesamt 60 Wasserspender werden auf dem Gelände verteilt, wie der Kommunikationsleiter der DTM, Oliver Runschke sagte. Zudem hebt die DTM die Beschränkung bei der Mitnahme von nichtalkoholischen Getränken in Kunststoffbehältern auf.
Die Berliner Tennis-Anlage, auf der das WTA-Turnier stattfindet, liegt am Hundekehlesee. Dort können sich die Zuschauer an einem gelöcherten Wasserschlauch am Seeeingang erfrischen. Bei mehr als 30 Grad Celsius spendeten die Bäume am See Schatten. Auch hier wurde den Profis wie der amerikanischen Top-Spielerin Jessica Pegula ein Sonnenschirm gehalten.
Kein Ersatztermin für «Tag des Talents»
Beim «Tag des Talents» des Hessischen Fußball-Verbandes sollten sich am Samstag mehr als 300 Spieler des Jahrgangs 2014 aus 27 DFB-Stützpunkten und fünf Leistungszentren treffen. Doch wegen der gesundheitlichen Risiken für alle Beteiligten strich der Verband die Sichtung in der Sportschule Grünberg ersatzlos.
Die Sichtungsveranstaltung durchzuführen, sei «nicht verantwortbar», sagte Verbandsjugendwart Carsten Well in einer Pressemitteilung. Es sei kein anderer Termin in diesem Jahr möglich.