Neue Regierung bereit zu Kooperation mit USA

Venezuelas Vizepräsidentin Delcy Rodríguez spricht bei einer Sitzung in Caracas. Nach US-Angaben ist Präsident Maduro verschwunden. Foto: epa/Rayner Pena
Venezuelas Vizepräsidentin Delcy Rodríguez spricht bei einer Sitzung in Caracas. Nach US-Angaben ist Präsident Maduro verschwunden. Foto: epa/Rayner Pena

CARACAS: Nach der Festnahme von Präsident Maduro gab sich seine Nachfolgerin zunächst unversöhnlich. Jetzt scheint sie Washington die Hand auszustrecken. Die Zukunft des Landes ist aber noch immer ungewiss.

Nach der Gefangennahme des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro zeigt sich die neue venezolanische Regierung nun bereit zu einer Zusammenarbeit mit den USA. «Wir laden die Regierung der Vereinigten Staaten ein, gemeinsam an einer Agenda der Kooperation zu arbeiten, die auf gemeinsame Entwicklung ausgerichtet ist und im Rahmen des Völkerrechts ein dauerhaftes Zusammenleben in der Gemeinschaft stärkt», hieß es in einer von der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez auf Instagram veröffentlichten Mitteilung. Rodríguez hatte ich unmittelbar nach dem US-Angriff zunächst unbeugsam gezeigt.

«Unsere Völker und unsere Region verdienen Frieden und Dialog, keinen Krieg», schrieb sie nun an US-Präsident Donald Trump gerichtet. «Das war schon immer die Haltung von Präsident Nicolás Maduro und ist derzeit die Haltung ganz Venezuelas.» Sie forderte eine von Respekt geprägte Beziehung zwischen den USA und Venezuela, die auf souveräner Gleichheit und Nichteinmischung basiert.

USA beanspruchen Führungsrolle in Venezuela

Die USA hatten in der Nacht auf Samstag eine Reihe von Zielen in Venezuela angegriffen, Präsident Maduro gefangen genommen und außer Landes gebracht. Ihm soll in New York wegen Drogendelikten der Prozess gemacht werden. US-Präsident Trump kündigte an, die Vereinigten Staaten würden Venezuela nun vorübergehend führen.

Venezuelas Oberster Gerichtshof ermächtigte die bisherige Vizepräsidentin Rodríguez, die Aufgaben des Staatschefs vorübergehend wahrzunehmen. Die überzeugte Sozialistin gab sich zunächst unbeugsam. Sie forderte Maduros Freilassung und bezeichnete den US-Angriff als Verstoß gegen die UN-Charta. «Wir werden nie wieder Sklaven sein», sagte sie in Richtung Trump.

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