WASHINGTON/TEHERAN: Nachdem die USA in der Nacht zum Sonntag Ziele im Iran bombardierten, erklärte Teheran die Straße von Hormus für geschlossen. Jetzt kommt es erneut zu Angriffen.
Das US-Militär hat Medienberichten zufolge erneut Ziele im Iran angegriffen. Die Attacken hätten sich gegen Raketenstellungen und Anlagen zur Luftabwehr gerichtet, berichteten das «Wall Street Journal» und die «New York Times» unter Berufung auf US-Regierungsbeamte. Zudem seien Boote der Iranischen Revolutionsgarden angegriffen worden. Das zuständige Regionalkommando Centcom äußerte sich auf Nachfrage nicht zu den Berichten.
Mit den Angriffen soll der Iran demnach daran gehindert werden, Handelsschiffe in der Straße von Hormus zu attackieren. Es ist bereits die vierte Angriffswelle der USA, seit die Feindseligkeiten in der Nacht zu Mittwoch wieder aufflammten.
UN-Generalsekretär António Guterres teilte auf der Plattform X mit, er sei zutiefst besorgt über die «erhebliche Eskalation». Eine Rückkehr zu umfassenden Kampfhandlungen hätte katastrophale Folgen für die Sicherheit der Region und die Weltwirtschaft. «Ich rufe den Iran und die USA nachdrücklich auf, die Verhandlungen unverzüglich wieder aufzunehmen und offene Fragen auf diplomatischem Wege zu lösen.»