Trump plant unterirdisches Besucherzentrum

Der 2024 wiedergewählte US Präsident Donald J. Trump. Foto: epa/Doug Mills
Der 2024 wiedergewählte US Präsident Donald J. Trump. Foto: epa/Doug Mills

WASHINGTON: Schluss mit provisorischen Containern, Zelten und Besucherschlangen - freier Blick auf den brandneuen Ballsaal des Präsidenten: Donald Trump möchte seine Regierungszentrale in besseres Licht rücken.

Neben einem pompösen Ballsaal will US-Präsident Donald Trump auch ein unterirdisches Besucherzentrum am Weißen Haus in Washington errichten lassen. Dort sollen Touristen, Reisegruppen und Besucher von Großveranstaltungen künftig die obligatorischen Sicherheitskontrollen durchlaufen, bevor sie das Gelände der Regierungszentrale in der US-Hauptstadt betreten dürfen. Pläne für das Bauprojekt, das im August beginnen und zwei Jahre dauern soll, wurden am Freitag bei der zuständigen Planungskommission eingereicht und im Internet veröffentlicht.

Die mehr als 3.000 Quadratmeter große Anlage soll ein Dauerprovisorium beenden, das weder zu den Anforderungen der heutigen Zeit noch zum Geschmack des Präsidenten zu passen scheint, der eher opulente Optik bevorzugt. Derzeit müssen Besucher zur Sicherheitskontrolle containerartige Wachposten und Zelte passieren, um auf das Gelände des Regierungssitzes zu gelangen. Gerade bei Großveranstaltungen kann es zu langen Schlangen kommen - und sonderlich schick sehen die behelfsmäßigen Kontrollstationen auch nicht aus.

Fertigstellung im Sommer 2028 geplant - Kosten unklar

Nun soll das ganze Prozedere größtenteils unter die Erde verlegt werden, genauer: unter den Sherman-Park mit dem Denkmal des gleichnamigen US-Bürgerkriegsgenerals an der südöstlichen Ecke des Regierungsgeländes. Nach der Sicherheitsprüfung würden Besucher künftig über Rolltreppen zurück ans Tageslicht geführt - und praktisch direkt neben dem neuen Ballsaal herauskommen, den Trump trotz massiver Proteste für Hunderte Millionen Dollar errichten lassen will. Geplante Fertigstellung des Besucherzentrums: Juli 2028, also sechs Monate vor dem Ende der zweiten Amtszeit des Republikaners.

Am 2. April will sich die von Fürsprechern des Präsidenten geleitete Planungskommission mit dem Vorhaben beschäftigen. In derselben Sitzung soll auch über die Zukunft des Ballsaals entschieden werden, nachdem Zehntausende - größtenteils kritische - Rückmeldungen zur öffentlichen Bekanntmachung des Projekts eingegangen waren. Die Kosten werden von der Regierung inzwischen auf etwa 400 Millionen US-Dollar (350 Millionen Euro) beziffert - doppelt so viel wie ursprünglich veranschlagt. Wie teuer das neue Besucherzentrum werden dürfte, ist nicht bekannt. US-Medien bemühten sich vergeblich um eine Stellungnahme des Weißen Hauses.

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