Touristen vor Würfelquallen gewarnt

Foto: Thai Pbs
Foto: Thai Pbs

TRAT: Vor der Koh Mak in der östlichen Provinz Trat sind gefährliche Würfelquallen aufgetaucht.

Das Marine and Coastal Resources Department warnt Urlauber, auf diese Quallen zu achten und nur in mit Fischernetzen abgesperrten Zonen zu schwimmen. Mehrere Touristen wurden bereits beim Baden im Meer von den Würfelquallen gestochen. Laut Chatuporn Burutpat, Generaldirektor des Departements, sind eine große Anzahl von Quallen der Chironex-Familie in der Nähe der Strände der Insel gesichtet worden. Es wurden aber keine Quallen in den Sicherheitszonen vor dem Koh Mak Resort und dem Resort Prompakdi gefunden. Nach einem Kontakt mit einer Qualle sollte die Wunde sofort mit Essig und nicht mit Wasser etwa 30 Sekunden lang ausgewaschen werden, der Bereich darf nicht mit der Hand gerieben werden. Nach Angaben des Epidemiologieamtes starben in den Jahren 1999 bis 2015 in Thailand acht Menschen an Quallenstichen. Allein in 2015 wurden 194 Menschen von Würfelquallen verletzt, zwei starben.

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Leserkommentare

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Hansruedi Bütler 28.03.18 13:04
Keine Salbe bei Biss von Chironex fleckeri
Herr Wenz: Zinkgluconat wirkt innerlich und ist keine CHer Tablette! Salbe vermag dem Gift nichts anzuhaben, dagegen wirkt sowieso nur eine schnelle und fachgerechte ärztliche Behandlung! Bei leichtem Befall können Sie Ihren Mörser in aller Ruhe anheizen. Essig kann nur die an der Haut klebenden Nesselreste, nicht aber die welche in der Haut stecken und noch nicht abgeschossen wurden, entfernen. Essig löst sofort den "Abschuss" der noch intakten Nesselzellen in der Haut aus. Ich betone: Diese Massnahmen sind bei starkem Befall und bestehnder Lebensgefahr zu beachten, ansonsten genügt die übliche Behandlung auch mit Ziegenfuß-Prunkwinde, aber besser finde ich eine ärztliche Kontrolle Die Behandlungsempfehlungen stammen nicht von mir, sondern von Fachärzten!
Hansruedi Bütler 27.03.18 17:39
"Zinkgluconat bekommt man sicher nur in schweizer
Apotheken!?" Da bis dato in den schweizer Seen noch keine Würfelquallen gesichtet wurden, wohl eher nicht. :-) Da Zinkgluconat ein "Universalmedikament" ist, bekommt man es weltweit als Tabletten in 15 bis 300 mg Dosierung. Es ersetzt die bekannte Zinksalbe, welche bei Wunden und Verbrennungen früher oft verwendet wurde. Laut internationaler Reiseempfehlung gehört es in jede Reiseapotheke. Als sofort verfügbaresw Medikament, muss es nicht zuerst im Mörser zubereitet werden! Bei Würfelquallenbiss gilt schnelles und gezieltes Handeln als Überlebensstrategie! Herr Wenz, als Info: Alkohol in jeglicher Form ist bei Quallenbiss tunlichst zu unterlassen, da er den Gifttransport fördert (Öffnung der peripheren Blutgefäße)!
Alfred Steingruber 26.03.18 23:19
Nicht nur vor Koh Mak
wir kommen soeben von Koh Kood, Ao Phrao Beach, zurück und können berichten, dass wir auch dort vereinzelt solche Quallen in Strandnähe gesehen haben. Wir wussten nicht, dass es sich um Würfelquallen handelt (noch nie davon gehört), denn wir kennen nur jene, wie sie letztes Jahr in Samui aufgetreten sind, die wesentlich größer waren.
Hansruedi Bütler 26.03.18 14:10
Ist Essig immer sinnvoll???
Neuere Erkenntnisse, vor allem bei starkem Befall, empfehlen Zinkgluconat. Die seit 1980 praktizierte Behandlung mit Essig (etwa mit Haushaltsessig) ist mittlerweile umstritten. Verdünnte Essigsäure hindert zwar noch nicht abgefeuerte Nesselzellen zuverlässig und schnell an der Auslösung, wenn sie auf die Tentakeln einwirkt[12], aber bereits in der Haut befindliche Nesseln können dann sofort ihr restliches Gift abgeben.[13][14] Inzwischen wurde die Wirkung von Zink-Gaben, als Zinkgluconat, als Medikament gegen die Giftwirkung nachgewiesen. Nachfolgende Literaturnachweise: [15] Luca Cegolon, William C. Heymann, John H. Lange, Giuseppe Mastrange (2013): Jellyfish Stings and Their Management: A Review. Marine Drugs 11(2): 523–550. doi:10.3390/md11020523 R. Hartwick, V. Callanan, J. Williamson: Disarming the box-jellyfish: nematocyst inhibition in Chironex fleckeri. In: The Medical journal of Australia. Band 1, Nummer 1, Januar 1980, S. 15–20, PMID 6102347. P. Welfare, M. Little, P. Pereira, J. Seymour: An in-vitro examination of the effect of vinegar on discharged nematocysts of Chironex fleckeri. In: Diving and hyperbaric medicine. Band 44, Nummer 1, März 2014, S. 30–34, PMID 24687483. Angel A. Yanagihara & Ralph V. Shohet (2012): Cubozoan Venom-Induced Cardiovascular Collapse Is Caused by Hyperkalemia and Prevented by Zinc Gluconate in Mice. PLoS ONE 7(12): e51368. doi:10.1371/journal.pone.0051368
Prof. Dr. Dr. Ulm 26.03.18 12:21
Na da kommt doch die Umwelt Polizei !!!