Tourismusbranche begrüßt Touristensteuer

Foto: epa/Rungroj Yongrit
Foto: epa/Rungroj Yongrit

BANGKOK: Die vom Tourismus- und Sportministerium geplante Touristensteuer für ausländische Urlauber ist bei der Tourismusbranche auf ein positives Echo gestoßen.

Der Präsident der Association of Thai Travel Agents (Atta), Vichit Prakobgosol, hat die Abgabe begrüßt. Sie dürfe aber nicht negative Auswirkungen auf den Tourismus haben. Wichtig zu wissen sei, auf welchen Weg Ausländer die Steuer bezahlen sollen und deren Höhe. Laut dem ständigen Staatssekretär im Tourismusministerium, Chote Trachu, soll die Steuer niedrig ausfallen, womöglich 100 Baht je Einreise. Mit den Einnahmen in Milliardenhöhe will das Ministerium touristische Attraktionen aufwerten und für die ausländischen Urlauber eine Versicherung für Krankheit und Unfall abschließen.

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Hansruedi Bütler 27.05.19 00:59
Was bis jetzt NIE zur Sprache kam
Mit einer Einmalzahlung von 30 THB schließt Khon Thai eine Versicherung für die staatlichen Krankenhäuser ab. Wieviel Konsultationen oder med. Eingriffe und Medikationen können mit dieser 30 Baht-Karte abgedeckt werden??? Schon Thaksin Shinawatra stellte nach wenigen Jahren ein Milliarden-Defizit fest! Die Junta wollte ja genau aus diesem Grund diese Versicherung abschaffen. Ein Aufschrei des Volkes stoppte dieses Vorhaben. Wie hoch ist es heute??? 100, 500 oder 1000 Milliarden THB? Wie könnte man bloß dieses Loch stopfen? Gute Ideen sind Milliarden wert - wo soll bloß das Geld hin? Eigentlich klar wohin es gehen muss!!! Gibt es noch Fragen dazu?!
Siam Fan 27.05.19 00:58
In Rechtsstaaten und Demoktratien undenkbar!
In TH wird scheinbar immer mehr über die "herrschende Meinung" im Internet entschieden! Und berechtigte Kritik wird nicht veröffentlicht.
Rene Amiguet 26.05.19 23:33
Gosszügiges Thailand
2000 Baht verschenken mit dem Erlass der Visum Gebühr und im Gegenzug dann doch noch hundert Baht zurück verlangen. Das ist wahrhaftig immer noch ein gutes Geschäft für die Besucher.
Joerg Obermeier 26.05.19 21:37
Wenn denn diese Touristensteuer tatsächlich den staatlichen Krankenhäusern zur Deckung ihrer unbezahlten Touristen-Rechnungen zugute kommen würde, dann fände ich das nur vernünftig. Nur frage ich mich, warum werden Expats (bislang nur teilweise) in teure private Krankenversicherungen verdonnert? Es müsste doch möglich sein, auch für diese eine Grundsicherung für staatliche Krankenhäuser verpflichtend zu machen. Wer besser, beispielsweise für private Hospitäler versichert sein will, kann das ja noch zusätzlich machen.
Jom 26.05.19 20:59
Touristensteuer und dann?
Die Touristensteuer von 100 THB in ehren, nur befürchte ich das der Verwaltungsaufwand die Hälfte der Einnahmen wieder auffrisst bevor sie ihrem eigentlichen Zweck zugutekommen. Dahinter steht schließlich ein riesiger Verwaltungsapparat der geführt, überwacht und letztendlich auch bezahlt werden will.