Toter Taucher soll Denkmal bekommen

Foto: epa/Rungroj Yongrit
Foto: epa/Rungroj Yongrit

BANGKOK (dpa) - Der thailändische Taucher Saman Kunan, der bei den Vorbereitungen zur Rettung der Jugendfußballmannschaft ums Leben kam, soll ein Denkmal bekommen.

Die überlebensgroße Skulptur soll im Waldpark Tham Luang-Khun Nam Nang Non errichtet werden, in dem die Höhle liegt, aus der die jungen Fußballer gerettet wurden. Der renommierte thailändische Bildhauer Chalermchai Kositpipat kündigte am Freitag an, das Denkmal aus eigener Tasche zu bezahlen, wie das Online-Portal der Zeitung «Bangkok Post» berichtete.

Der 37 Jahre alte Taucher war am Freitag vergangener Woche ums Leben gekommen. Dem ehemaligen Soldaten, der zuletzt als Sicherheitsmann arbeitete, ging bei einem Tauchgang die Luft aus. Inzwischen wird er in seiner Heimat wie ein Held verehrt. Bei der Rettungsaktion konnten schließlich alle zwölf Jungen und der Trainer gerettet werden.

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Leserkommentare

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Jürgen Franke 14.07.18 23:14
Den Helfern des Unglücks, die inzwischen abgereist
sind, wird jetzt von der Regierung, als Dank für ihren Einsatz bei der Rettung der eingeschlossenen Fußballmannschaft, die Thailand Elite Karte angeboten
Hardy Kromarek Thanathorn 14.07.18 23:06
Tragisch!
Mein aufrichtiges Beileid der Ehefrau und Angehörigen des zu Tode gekommenen thailändischen Marine-Tauchers! Er hat sein Leben gelassen um anderen Menschen zu helfen um diese vor dem Tode zu retten! Respekt-Anerkennung für seine Lebensleistung!!! Er wird völlig zu Recht ein Denkmal der Nation erhalten! Die Nation, seine Ehefrau und die ganze Familie kann stolz sein auf Ihn!!!
David Hermann 14.07.18 16:13
Unter Stress passieren Fehler. Immer.
RIP. Ich verneige mich vor allen mutigen Tauchern aus Thailand, GB, USA usw die ihr Leben fuer die Jungs und deren fahrlaessigen Trainer riskiert haben. Dem Toten gebuehrt Respekt, seinen Angehoerigen die Dankbarkeit der Nation.
Jürgen Franke 14.07.18 15:10
Dieser Tod ist besonders tragisch,
da er im Verlauf der Rettungsaktion eintrat. Es ging jetzt darum, die Eingeschlossenen schnellstmöglich zu bergen, die nach 9 entsetzlichen Tagen von 2 englischen Tauchern glücklicherweise gefunden wurden, da die thailändischen Taucher leider bisher bei ihrer Suche keinen Erfolg hatten. Sollte den Verantwortlichen die genaue Todesursache bekannt sein, kann man nur hoffen, dass die entsprechenden Lehren daraus gezogen werden.
Hansruedi Bütler 14.07.18 15:09
Offene Fragen zum verunglückten Rettungstaucher
Wie man immer wieder feststellen kann, geschehen viele vermeidbare Unglücke meist unter Einwirkung von menschlichem Versagen. Im Nachhinein sind immer alle schlauer. Da der verunglückte Taucher Sauerstoffflaschen in ein vorbereitetes Depot brachte, hätte er sehrwahrscheinlich vor der der Rückkehr seine alte Flasche austauschen sollen? Sein Kamerad hat diesbezüglich ja auch nicht oder ev. nicht reagiert. Erst als er sah, dass der Taucher in Schwierigkeit geraten war, versuchte er zu helfen. Sollte dies an einer beengten Stelle geschehen sein, kann man sich den Rest denken. Zu beachten ist, dass gerade in den ersten paar Tagen Logistik und Organisation erst am Aufbau waren. Wie ich schon an anderer Stelle geschrieben habe, darf man nicht vergessen: Diese Taucher standen unter großen Stress und physischen sowohl als auch psychischem Druck! NUR Maschinen machen in solchen Situationen keine Fehler! Ich denke man sollte diese Fakten akzeptieren, welche ganz sicher eine tragische Verstrickung mit Todesfolge beinhalten. Wichtig erscheint mit, dass man aus so einer Situation eine Lehre für zukünftiges Vorgehen erstellt.