Thailands Geburtenrate ist zu niedrig

Foto: epa/Rungroj Yongrit
Foto: epa/Rungroj Yongrit

BANGKOK: Der National Economic and Social Development Board (NESDB) hat die Regierung nachdrücklich aufgefordert, zusätzliche Maßnahmen für eine erhöhte Geburtenrate in Thailand zu beschließen.

Thailands Geburtenrate von 1,6 Geburten pro Frau im Alter von 15 bis 49 Jahren im Jahr 2010 gehört zu den niedrigsten Geburtenraten in Südostasien und wird voraussichtlich bis 2040 auf 1,3 sinken. Da auch die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter schrumpft, bewegt sich das Land bis 2021 auf einen alternden gesellschaftlichen Status zu (wenn ältere Bürger 20 Prozent der Bevölkerung ausmachen). Nach Angaben des NESDB muss Thailand die Geburtenrate bei 500.000 pro Jahr halten, um Wirtschaft und Arbeitskräfte nicht zu gefährden.

Der stellvertretende Generalsekretär des NESDB, Chutinart Wongsuban, sagte auf einer Pressekonferenz, dass die Regierung neben der Sensibilisierung für den Wert von Kindern und der Freude, eine Familie zu haben, drei Dinge tun kann, mit denen die Regierung die Menschen der Generation Y von einem Baby überzeugen kann. Sie umfassen eine Pauschalzahlung von der Regierung zur Unterstützung der Kosten für die Kindererziehung, einen Steuerabzug für die Unterstützung von Kindern und die Einrichtung eines Fonds zur Unterstützung der Kindererziehung. Die Empfehlungen stützt sich auf die Ergebnisse der Umfrage einer Agentur von 3.734 Befragten der Generation Y (Personen, die zwischen 1980-2000 geboren wurden) und umfassten 44 Prozent verheiratete Haushalte und 56 Prozent Einzelhaushalte.

Die Umfrage ergab, dass 18 Prozent der Gen-Y-Alleinstehenden keine eigenen Familien haben wollten, da sie sich auf Unabhängigkeit und Arbeit konzentrierten. Außerdem hatten 20,5 Prozent der Gen-Y-Leute noch kein Baby. Der Wunsch ist groß, frei zu leben, den Fokus auf die Arbeit und nicht auf die Geburt von Kindern zu richten und das aktuelle Leben zu genießen. Hinzu kommt die Sorge um die hohen Kosten der Kindererziehung. Die Entscheidung der Befragten, ein Kind zu bekommen, hängt von vier Schlüsselfaktoren ab. Dazu gehören die Forderung des Partners, die Unterstützung eines Babys, eine Standardschule in der Nähe und die Möglichkeit, zu Hause zu arbeiten, wie die Umfrage weiter ergab.

Die Regierung hat in der Vergangenheit verschiedene Maßnahmen beschlossen, darunter Steuerabzüge für die Unterstützung von Kindern und Subventionen für Neugeborene bis zum Alter von drei Jahren mit 600 Baht pro Kind und Monat. Die Regierung hat auch die Entwicklungszentren für Kinder verbessert und Unternehmen dazu ermutigt, Kindertagesstätten einzurichten.

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Siam Fan 03.12.18 20:02
Also, was braucht TH?
Das ist mit 1500Zeichen nicht zu beantworten. TH hat(!) Millionen von Wanderarbeitern und gleichzeitig sind Hunderttausende Thai im Ausland am Arbeiten. Wieviel Facharbeiter, Manager aus dem Ausland arbeiten denn in TH? Hätte nicht fast jeder 2-3 Stellen, auch Beamte mit Interessenkonflikt, würde nochmal alles anders aussehen. Man müßte endlich anfangen, Arbeitsplätze und Arbeitskräfte zusammenzubringen. Aber viel wichtiger ist, was ich schon dargestellt habe, es sind immer weniger junge Menchen, die die (Alt) Lasten tragen müssen und die explodieren gerade. Für mich gehören Modekaiserschnitte VERBOTEN. Nicht nur wegen dem Geburtenrückgang, auch wegen den möglichen Folgen für die Kinder. Meine persönlichen Beobachtungen sind hier folgende: Seezigeuner gaben noch viele Kinder, ebenso die Angehörigen des Islamischen Glaubens. Auch fast alle Sino-Thais haben 3-4 Kinder! Wie sieht das dann bei den 'Thais' aus, wenn man im Mittel eine Geburtenrate von 1,6 hat?! TH muß endlich selbst mehr machen! Etwas produktives!
Hansruedi Bütler 03.12.18 11:17
Das Problem einer werdenden Wohlstandsgesellschaft
Anzumerken sei aber, dass Wohlstand nur die betrifft, die vom "Stand" anderer, es sich wohlergehen lassen! Die dem Wohlstand dienenden, erfüllen oft die Geburtenrate pro Frau und Alter und damit nimmt die Überalterung vorwiegend in der finanzschwachen Bevölkerung zu. Was könnte man hier mit einem Kaiserschnitt (KS) noch verschlimmern? Regelmäßig werden wir mit dem Geburtenrückgang und dem Fachkräftemangel berieselt. Was sollen mehr Geburten bei diesem miserablen Bildungssystem, bei DENEN bewirken, die dann mehr Kinder haben? Mehr Kinder bei ungenügender Ausbildung schafft doch nur mehr "Dienende" für die, welche sich Kinder einsparen. Das Problem einer Demographischen Überalterung kann auch mit einem KS nicht gelöst werden. Mehr Kinder aus sozialschwachen Schichten, die nicht wirklich Zugang zu GUTER BILDUNG/AUSBILDUNG haben, beeinflussen die zentrale Stellschraube, welche die Sozialsysteme in TH zukunftsvernichtend zu machen. Ansonsten droht ein enormer Anstieg der Sozialausgaben. Mehr bestens ausgebildete Kinder vermögen eine demographische Veränderung besser zu bewältigen, da sie ein höheres Wirtschaftspotential ermöglichen! Also, was braucht TH?
Siam Fan 02.12.18 21:41
Aufklärung über Kaiserschnitt!
Der Kaiserschnitt ist grundsätzlich ein Segen, weil er in 3-6% der Fälle Leben rettet. Es stellen sich aber auch oft Probleme für Folgegeburten ein. Es können nur überhaupt pro Mutter, zwei Kinder auf diesem Wege zur Welt gebracht werden. Eine Notwendige BlinddarmOP kann danach zu einem schweren Problem werden. Viele Mütter lassen sich beim ersten oder zweiten KS sterilisieren. Es sollte klar sein, damit kann man nicht die angestrebten Quoten verwirklichen. Viele unaufgeklärte Mütter haben große Angst vor einer natürlichen Geburt. Alle die was daran verdienen, tun nichts, was zur Umstimmung führen könnte. Wieviele Babys so geboren werden, wird nicht bekannt gegeben. Ich schätze in thailändischen Städten liegt das über 60%. Die meisten Frauen glauben der Lüge, sie könnten damit ihre "Honeymoon -Vagina" erhalten. Kinder sind heute Luxus! Schule, Nachhilfe, Studium, Krankenversicherung, Freizeitgestaltung, Essengehen und Urlaub mit Kind, kostet heute ein Vermögen. Und bei zwei Kindern, dann zwei Vermögen. Eine natürliche Geburt "kostet" vor allem Zeit und ist nicht planbar. Ein KS engt Freizeit und Nebenbeschäftigung der Beteiligten nicht ein! Wieviele Mütter/Familien dafür einen Kredit aufnehmen müssen, wird auch nicht veröffentlicht.
Dr. Ulm 02.12.18 07:32
Wie wäre es mit 3500 thb Kindergeld im Monat und rentenzuschuss für alleinerziehende Mütter. Sonst ist auch für alles Geld vorhanden. Da würden die Pilze nur so aus der Erde wuchern. In Europa hat man einfach Millionen von unbekannten Menschen ins Land gelassen um das Problem zu lösen, nur die Problemlösung kostet erst mal die nächsten 20 Jahre bis es vielleicht Früchte trägt.
Siam Fan 01.12.18 13:57
'Zwei-Kind-Familie'
Glaubt man Wikipedia, ist das in TH immer noch die offizielle Familienpolitik. Die komplette Behörde für Familienplanung arbeitet da wohl immer noch dran!? Die Lücken beim Reisanbau werden Maschinen übernehmen, die Löcher beim Sextourismus kann man mit organisatorische Maßnahmen stopfen. Den Finanzeinbruch sieht noch keiner. Die Geburtenstärke lag über 4Jahrzehnte bei 1mio und mehr Kinder pro Jahrgang. Das sind heute die 20-60Jährigen. Jetzt steuert man 500.000Kinder pro Jahrgang an. Müßten früher 4 Kinder etwa einen Rentner versorgen, wird sich das Verhältnis bald umkehren, da die Menschen älter werden. Aber es kommt noch schlimmer! Das sind auch die Steuerzahler. Es müssen also auch immer weniger den immer größeren Schuldenberg abbezahlen. Nicht genug, auch die Altlasten im Umweltbereich, werden ins Unermessliche steigen und müssen ebenfalls von den wenigen Steuerzahler aufgebracht werden. Wer soll sich denn da noch EIN Kind leisten können, seit da fast jeder was daran verdienen will. Die Gier schlägt zurück! Die wirklich guten haben das Land schon verlassen. Viele raffen zusammen, was möglich ist, aber nur bei wenigen wird es ausreichen. In D machte der Spruch, "wir schaffen das", die Runde. Der bekommt unter diesen Eckpunkte nochmal einen ganz anderen Stellenwert. TH wird es wohl nicht schaffen, weil gleichzeitig auch noch Blutsauger, Mitesser von außen sich bedienen.