Taxivereinigung bezeichnet Ride-Hailing als unfair

Foto: The Nation
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BANGKOK: Der Chef der Taxivereinigung am Flughafen Suvarnabhumi überreichte einen Brief an hochrangige Mitglieder des Verkehrsausschusses im Parlament, in dem er sich über den unfairen Wettbewerb seiner Mitglieder mit der Online-Ride-Hailing-App beschwerte. 

Decho Lamcheerangkoon sagte, er habe wiederholt die unfairen Praktiken - vor allem in Bezug auf Tarife, Vorschriften und Fahrzeuggrößen – bei der Straßenverkehrsbehörde (DLT) zur Sprache gebracht, es habe sich aber nichts geändert. Deshalb habe er sich jetzt direkt an das Repräsentantenhaus gewandt, weil Online-Ride-Hailing Fahrdienst-Unternehmen wie Grab bevorzuge. Decho fügte hinzu, dass eine größere Auswahl an Fahrdiensten für die Öffentlichkeit eine gute Sache sei, aber die Regeln müssten für alle Taxifahrer fair sein.   

Der Entwurf einer Ministerialverordnung sieht die Nutzung von Privatfahrzeugen für den Ride-Hailing-Taxiservice über Apps vor – ein Gewinn für GrabCar-Fahrer, die seit Jahren in einer gesetzlichen Grauzone fahren. Die neue Verordnung erlaubt es, Fahrzeuge mit bis zu sieben Sitzen, die derzeit als Privatwagen registriert sind, als Taxis einzusetzen.

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Sven Bode 10.06.21 22:50
Taxis nutze ich selten
Ist nun zwar schon etwas her, aber: Für den Transfer vom Flughafen nutze ich üblicherweise einen Chauffeurservice. Je nach Gepäckvolumen buche ich bei verschiedenen Unternehmen.
PKW: normales schwarz-weißes Kennzeichen, vermutlich als Privatwagen zugelassen.
Van: Grünes Kennzeichen, wie die offiziellen (und sauteuren) AOT Limos. Also offenbar ein Van, der zur kommerziellen Nutzung zugelassen wurde.
Einmal hatte ich ein Taxi gebucht und stand am vereinbarten Zeitpunkt alleine da. Offenbar hatte der Fahrer kurzfristig eine lukrativere Tour bekommen. Das von mir dann ersatzweise gebuchte Taxi war nicht gerade ausgesprochen preiswert. Lesson learnt.
Oliver Harms 10.06.21 21:50
Der Wettbewerb ist jetzt da......
Also wirklich Herr Kerb,haben sie fast 10 Jahre verschlafen?Solange gibt es schon die Möglichkeit
sich übers Internet Chauffeurdienste zu bestellen.
Sollten sie es vergessen haben,auch die Überfälle,Vergewaltigungen und Tötungsdelikte
durch Fahrer dieser Dienste waren bereits des öfteren Thema im Farang.Es gibt dort also genau so schwarze Schafe wie bei den normalen Taxlern auch.
Thomas Thoenes 10.06.21 18:20
Tja da gibts eigentlich nur eins zu sagen.
Wer im Glashaus sitzt...
Ingo Kerp 10.06.21 12:50
Natürlich protestiert die Taxivereinigung. Jahrelang hatte sie das Monopol und die Fahrer benahmen sich auch teilweise entsprechend. Jetzt ist Wettbewerb da, der, das muß man natürlich zugeben, einfachere Startbedingungen hat. Durchsetzen kann sich aber am Markt immer nur derjenige, der ordentlich, hoeflich, zuvorkommend und ehrlich ist. Der Wettbewerb koennte ein Weckruf für die bisher nicht immer zuvorkommenden Taxifahrer sein.