Taxifahrer fährt Koreaner 20 Minuten im Kreis

Foto: Thaivisa
Foto: Thaivisa

BANGKOK: Ein Taxifahrer wurde mit einer Geldstrafe von 2.000 Baht und dem Führerscheinentzug für einen Monat bestraft, weil er zwei koreanische Fahrgäste über den Tisch gezogen und bedroht hat.

Anstatt, wie gewünscht, zur Sathorn Road zu fahren, fuhr der Thai 20 Minuten im Kreis herum. Als sich die Fahrgäste beschwerten, soll der 43 Jahre alte Fahrer sie mit einem Stock bedroht haben. Dann mussten die Ausländer das Fahrzeug verlassen. Einer der Koreaner soll ein bekannter Fernsehmoderator sein und hatte den Vorfall mit einem Videoclip in den sozialen Medien veröffentlicht. Der Taxifahrer behauptete, er habe die beiden Männer nicht verstanden. Er habe angenommen, sie wollten zum Markt Sampeng. Er habe die Koreaner nicht mit einem Stock bedroht, sondern den Kartonteil einer Toilettenpapierrolle benutzt.

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Leserkommentare

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Norbert Schlegel 09.12.18 10:36
Ist mir in New York, London und Rio de Janeiro auch passiert, ich glaube überall gibt es die schwarzen Schafe in Taxigeschäft. Nur sind die Preisdiskussionen immer vom Hotelportier gelöst worden und nie wurde ich bedroht.
Thomas Thoenes 09.12.18 10:34
Die 2000 baht hat er Mittags wieder drin
von dem nächsten Kunden den er den Kreis 20 Minuten anders herum fährt. Die Gefahr ohne Führerschein zu fahren und angehalten zu werden ist verschwindend gering und würde dann sowieso nur wieder eine minimale Geldstrafe nach sich ziehen. Taxifahrer wurde bestraft ist also eher was für die Medien als das es für die Zukunft was bringen würde. 20.000 Baht Strafe und Taxi für einen Monat still legen. Das würde sich rum sprechen und was bringen. Das still gelegte Taxi kann der Fahrer ja dann mit dem Besitzer ausdiskutieren.
Dr. Ulm 09.12.18 10:31
Die größte Toilettenpapierrolle der Welt muss es gewesen sein .Das Bild spricht schon Bände.so behandelt man keine Kunden, aber lautstark gegen Konkurrenz klagen geht immer...!
Mike Dong 08.12.18 15:59
Wenn der Nachweis der Bedrohung der Gäste durch den Taxifahrer erbracht werden konnte, hätte es eigentlich nur ein Mittel geben können. Nämlich den Entzug der Lizenz ohne wenn und aber. Es sind genau diese Minimalstrafen, die z.B. Taxikunden zu Freiwild machen. Aber wie schon mein Lateinlehrer immer sagte: "Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich völlig ungeniert".
Ingo Kerp 08.12.18 13:21
Ein Taxifahrer, der in einem von ihm angemieteten Taxi fährt, dem tun 2.000 THB weh. 1 Monat Führerscheinentzug sicherlich auch, falls er sich daran hält und nicht trotzdem weiterfährt.