Südkorea investiert in Chipindustrie

​Milliardenprojekt soll Technologieführerschaft sichern

Südkoreas Präsident Lee Jae Myung stellt in Seoul neue Megaprojekte zur Förderung von Halbleitern und KI vor. Foto: YNA/Pool/dpa
Südkoreas Präsident Lee Jae Myung stellt in Seoul neue Megaprojekte zur Förderung von Halbleitern und KI vor. Foto: YNA/Pool/dpa

SEOUL: Mit einem Rekord-Investitionspaket wollen Samsung und SK Hynix Südkoreas Technologiestärke sichern. Präsident Lee Jae Myung spricht von einem neuen «Kapitel in der Geschichte Koreas».

Südkorea will mit Investitionen im dreistelligen Milliardenbereich die Stellung des Landes als Technologiemacht langfristig sichern. Im Südwesten des Landes soll mit Hilfe von Unternehmensinvestitionen in Höhe von umgerechnet rund 450 Milliarden Euro ein neues Halbleiter-Ökosystem entstehen, wie Präsident Lee Jae Myung in Seoul ankündigte. Demnach werden die führenden Tech-Konzerne Samsung Electronics und SK Hynix jeweils zwei neue Chipfabriken errichten. Ebenso sollen Investitionen in Rechenzentren und Robotik folgen. «Wir starten ein neues Kapitel in der Geschichte Koreas», sagte Präsident Lee.

Samsung und SK Hynix haben massiv vom KI-Boom profitiert

Laut Angaben der Regierung strebe man zudem an, dass die Unternehmen des Landes ihre Kapazitäten für die Produktion von sogenannten DRAM-Speicherchips in den nächsten fünf Jahre verdoppeln werden. Samsung Electronics und SK Hynix sind die weltweit größten Produzenten von Speicherchips und haben im Zuge des KI-Booms von einer massiv gestiegenen Nachfrage profitiert.

Das Projekt wird auch als Versuch Südkoreas gewertet, sich im Zuge des verschärfenden Technologiewettbewerbs zwischen den zwei Weltmächten USA und China langfristig behaupten zu können.

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