Tote und vermisste Migranten

​Suchaktion in der Ägäis 

Mitglieder der türkischen Küstenwache nehmen Migranten während einer Rettungspatrouille in der Ägäis an Bord. Die Einsätze erfolgen nahe der türkischen Küste. Foto: epa/Erdem Sahin
Mitglieder der türkischen Küstenwache nehmen Migranten während einer Rettungspatrouille in der Ägäis an Bord. Die Einsätze erfolgen nahe der türkischen Küste. Foto: epa/Erdem Sahin

ATHEN: Wie kam es zu dem Unglück, bei dem Migranten vor Ikaria ins Wasser fielen? Die Küstenwache sucht noch nach Vermissten - ein Opfer ist ein Kind.

Zwei Migranten sind beim Versuch, von der Türkei nach Griechenland zu gelangen, ums Leben gekommen. Drei weitere Menschen werden noch vermisst, wie die griechische Küstenwache mitteilte. Demnach erreichten 50 Geflüchtete die Küste der griechischen Insel Ikaria. Das Unglück ereignete sich nach Angaben der Behörden am Samstag.

Die genaue Ursache des Unglücks ist noch unklar. Nach Angaben der Küstenwache unter Berufung auf Aussagen der Überlebenden stieß das Boot vor Ikaria gegen Felsen, wodurch einige der Migranten ins Wasser fielen. Eines der Opfer sei ein Kind, so die Küstenwache. Zudem sei die Leiche einer Frau geborgen worden.

An der Suchaktion nach den Vermissten nehmen nach örtlichen Medienberichten ein Boot der europäischen Grenzschutzagentur Frontex sowie mehrere Boote der Küstenwache und Fischer der Insel teil.

Migration über die Ägäis

Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR erreichten im vergangenen Jahr rund 42.000 Migranten über den Seeweg die griechischen Inseln in der östlichen Ägäis sowie Kreta und damit die EU. Im östlichen Mittelmeer registrierte das UNHCR im Vorjahr 107 Todesopfer. Offiziellen Angaben der griechischen Küstenwache zufolge wird jedoch von einer deutlich höheren Dunkelziffer ausgegangen.

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