Streit um hohe Ausgaben für das Militär

Foto: epa/Rungroj Yongrit
Foto: epa/Rungroj Yongrit

BANGKOK: Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha hat die Kritik an den hohen Militärausgaben zurückgewiesen. Die Ausgaben seien nicht nur für Verteidigung und Waffenkauf, mithin für die Landesverteidigung, bestimmt, sondern auch für nichtmilitärische Operationen, z. B. für Menschen, die unter den Folgen von Naturkatastrophen leiden, und für den Kampf gegen Drogen.

Während einer Wahlkundgebung der Partei Pheu Thai am Sonntag hatte Khunying Sudarat Keyuraphan gesagt, wenn ihre Partei die Wahl gewänne, würde die Partei versuchen, die Verteidigungsausgaben um 10 Prozent oder etwa 20 Milliarden Baht zu senken. Das Geld sollte als Startkapital für junge Unternehmer verwendet werden. Sie fügte hinzu, die Partei Pheu Thai wolle die obligatorische Wehrpflicht aufheben und ein Freiwilligenheer einführen.

Seit dem Staatsstreich im Mai 2014 hat sich der Militäretat von 183 Milliarden Baht auf 227 in diesem Jahr erhöht.

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Leserkommentare

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Rüdiger 20.02.19 15:43
So gesehen hat der PM schon Recht, die Soldaten tun an vielen Fronten Dienst. Aber allein schon die Worte, wenn Wahl gewänne würde versuchen usw. Es ist die Zeit der Wahlversprechen. Was davon zu halten ist weiß man in Deutschland nur zu gut.
Walter Breymann 20.02.19 13:32
@Siam Fan
Eine Reduzierung der Korruption wird es nur mit einem externen Auditing sämtlicher staatlicher Ausgaben geben, sowie der Verurteilung derjenigen, die sich der Korruption schuldig gemacht haben. Eine Versetzung auf einen inaktiven Posten, bei Beibehaltung der Bezüge ist fruchtlos.
Siam Fan 20.02.19 11:11
Viel wichtiger wäre, ALLE ...
... Einnahmen und Ausgaben im Haushalt aufzuführen, wodurch sie auch vom Parlament genehmigt werden müssen. Das gilt aber dann auch für alle Behörden. Nach der Abschaffung/Reduzierung der Korruption, darf es auch keine schwarze Kassen mehr geben.