Staatsbahn soll endlich hohe Schulden abbauen

Bangkoker Hauptbahnhof Hua Lamphong. Foto: epa/Narong Sangnak
Bangkoker Hauptbahnhof Hua Lamphong. Foto: epa/Narong Sangnak

BANGKOK: Verkehrsminister Saksayam Chidchob hat die thailändische Staatsbahn (SRT) angewiesen, ihr Einkommen zu verbessern, um die hohen Schulden abzubauen.

Die mit 160 Milliarden Baht verschuldete SRT wird eine Tochtergesellschaft gründen, die speziell das Vermögen des Staatsunternehmens verwalten soll. Gegenwärtig verdient die SRT nur etwa 2 Milliarden Baht pro Jahr oder weniger als 1 Prozent des Marktwertes ihrer Grundstücke. Der Minister glaubt, dass sich mehrere Areale der SRT an Standorten mit gutem Potenzial wie am Fluss Chao Phraya, in Bang Sue, Makkasan und Ratchada erfolgreich erschließen ließen. Wenn die SRT in der Lage sei, ihr Vermögen professioneller zu verwalten, wie es Privatunternehmen machen, so werde das Staatsunternehmen Gewinne erzielen.

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Siam Fan 28.10.20 17:46
Beamte können keine Wunder vollbringen
Schon gar nicht, wenn es Angestellte sind.
Bei uns (Landeshauptstadt), waren etwa 25% Beamte, 15% Arbeiter und der Rest waren Angestellte, wo man äußerlich keinen Unterschied zu den Beamten sehen konnte.
Die Verwaltung mußte machen, was die Politik vorgab.
Wenn die Verwaltung vorgab, wir nehmen nur X TB für diese Fahrtstrecke, dann "durfte"/mußte die Verwaltung darauf aufmerksam machen, DAS führt zu einer Unterdeckung.
In Rechtsstaaten hätte die Politik auch entschieden, von wo die Finanzierung "umgeschaufelt" werden muß.
Auf keinen Fall hätte man die Einrichtung das mit Schulden finanzieren lassen.
Das war wohl vor der Haushaltsrechtsreform (vor meiner Zeit, 1950/60)in D ziemlich ähnlich. Heute wäre das schon Strafrecht.
Ich bin ziemlich sicher, im Zuge der laufenden Reform, ist auch da etwas in TH am Laufen, nur ist das nicht in ein paar Monaten erledigt.
Ein Wunder ist das auch nicht, aber Rom ist ja auch nicht in einem Jahrzehnt gebaut worden.
Es ist auch nicht damit getan, ein paar Gesetze (zB Haushaltsgrundsätze-G) zu übersetzen. Da hängt ein riesiger Rattenschwanz dran. Ich gehe davon aus, das setzt auch eine neue DV-Geräte und Software-Ausstattung voraus.
Und bei einem Zentralstaat wie TH, braucht das nicht nur viel Zeit, sondern auch viel Geld.
Ich schätze, ohne fremde Hilfe, ist das fast unmöglich und da kommt das Problem mit Schrift und Sprache dazu.
Thomas 24.10.20 21:22
Danke Namensvetter
Nur eine andere Struktur ändert nichts an den wohl zu geringen Einnahmen gegenüber höheren Ausgaben = Verlust. Dabei wird im Artikel ja nicht mal darauf eingegangen woher die Verluste kamen: Tagesgeschäft oder Verspekuliert (kennen wir doch aus aller Welt) etc. also Einzelereignisse ohne Bezug auf normale Ein- Ausgaben. Erst wenn der Grund bekannt ist, kann man gezielt an eine Sanierung gehen, weil man eben dann hoffentlich das Problem angeht und nicht das Ergebnis. (staatl. gepr. Betriebswirt)
Thomas Thoenes 24.10.20 19:37
Professionelle Verwaltung.
Ja gute Idee aber wie sollte das die Tochtergesellschaft bewerkstelligen? Nur weil dieselben Leute in einem neuen Gebäude/Büro sitzen wirds nicht besser.
Rene Amiguet 24.10.20 15:07
Ja ja die Beamten
Wie kann es überhaupt zu einer dermassen hohen Verschuldung kommen? Die verantwortlichen denken wohl mehr an ihren "sicheren" Job anstatt an den Staat. Und jetzt bauen die auch noch teure Hoch Geschwindigkeits Strecken! Oder werden die privat finanziert und bewirtschaftet? Kein Wunder das die Japaner ausgestiegen sind denn die sind ja nicht auf die Nase gefallen.
Ingo Kerp 24.10.20 12:54
Gott ja, lediglich 160 Mrd. THB Schulden bei SRT. Über was für Peanuts reden wir denn hier. Also, Tafelsilber (Grundstücke) verscherbeln und schon ist man wieder ordentlich im Plus.