Sorgen um Aung San Suu Kyi

Myanmars Militär widerspricht

Aung San Suu Kyi spricht 2012 in Oslo bei einer Pressekonferenz. Die Friedensnobelpreisträgerin begeht ihren 80. Geburtstag weiter in Haft. Foto: EPA/Vegard Groett
Aung San Suu Kyi spricht 2012 in Oslo bei einer Pressekonferenz. Die Friedensnobelpreisträgerin begeht ihren 80. Geburtstag weiter in Haft. Foto: EPA/Vegard Groett

NAYPYIDAW: Seit mehr als vier Jahren sitzt die Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi in Myanmar in Haft. Laut der dort regierenden Junta geht es ihr gut - ihr Sohn dagegen fürchtet um ihr Leben.

Myanmars Militärjunta hat Befürchtungen Angehöriger widersprochen, dass die inhaftierte Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi in schlechter Verfassung sei. Ihr Gesundheitszustand sei «gut», hieß es in einer Erklärung der Regierung. Zuvor hatte Aung San Suu Kyis Sohn Kim Aris in internationalen Medien Sorge geäußert, dass seine Mutter möglicherweise bereits tot sein könnte. Seit ihrer Inhaftierung vor mehr als vier Jahren werde ihm jeglicher Kontakt zu der 80-Jährigen verweigert, so Kim Aris.

Aung San Suu Kyi ist Myanmars prominenteste demokratische Führerin und ein internationales Symbol des Widerstands gegen die Militärherrschaft. In den 1980er Jahren setzte sie sich für einen gewaltlosen Demokratisierungsprozess ein und wurde deshalb damals bereits 15 Jahre unter Hausarrest gestellt. Als spätere De-facto-Regierungschefin läutete sie in dem südostasiatischen Land 2015 eine weitere Phase der Demokratisierung ein, bevor sie im Februar 2021 von der Junta entmachtet und festgenommen wurde. Seither verbüßt sie mehrere von Militärgerichten verhängte Haftstrafen.

Ihre Verurteilung werten internationale Beobachter als weithin politisch motiviert. Ihre genauen Haftbedingungen sind unbekannt. Ebenso ist unklar, inwiefern sie Zugang zu medizinischer Versorgung hat. Kim Aris hat wiederholt die Freilassung seiner Mutter gefordert und immer wieder die Befürchtung geäußert, womöglich selbst dann nicht informiert zu werden, wenn sich ihr Gesundheitszustand lebensbedrohlich verschlechtern sollte. Im September hatte er von einer schweren Herzerkrankung seiner Mutter gesprochen.

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