Sicherheitstreffen nach Vorfall in Soi 6

Pattaya Soi 6. Foto: Jahner
Pattaya Soi 6. Foto: Jahner

PATTAYA: In Reaktion auf einen gewaltsamen Vorfall in Pattayas Rotlichtbezirk Soi 6, bei dem zwei ausländische Touristen von Sicherheitspersonal attackiert wurden, trafen sich führende Polizeibeamte und Vertreter der lokalen Vergnügungsindustrie zu einer dringenden Sicherheitsbesprechung. Das Treffen fand am 6. Juni 2024 im Rathaus von Pattaya statt und zielte darauf ab, die Sicherheitsprotokolle zu stärken und das Vertrauen der Touristen wiederherzustellen.

Angeführt wurde die Diskussion von Pol. Maj. Gen. Thawatchakiat Jinda Kuansanong, dem Kommandanten der Provinzpolizei Chonburi. Unterstützt wurde er von einer Reihe hochrangiger Beamter, darunter Weekit Manarojkit, der Bezirksleiter von Banglamung, Poramase Ngampiches, der Bürgermeister von Pattaya, sowie Pol. Col. Navin Teerawit, der Polizeipräsident von Pattaya.

Der Anlass für das Treffen war ein kürzlich viral gewordenes Video, das eine gewaltsame Auseinandersetzung in der Soi 6 zeigte, wo Sicherheitspersonal zwei ausländische Gäste angegriffen hatte. In den besorgniserregenden Bildern war zu sehen, wie ein Tourist zu Boden ging und anschließend brutal gegen den Kopf getreten wurde. Trotz der Heftigkeit des Angriffs erlitt das Opfer keine ernsthaften Verletzungen und hat rechtliche Schritte eingeleitet.

Über 300 Vertreter von Nachtclubs und Sicherheitskräfte waren bei dem Sicherheitstreffen zugegen, ebenso Mitglieder der Pattaya Entertainment and Tourism Industry Association, der Pattaya Nightlife Business Association und Freiwillige der Pattaya Tourist Police.

Pol. Maj. Gen. Thawatchakiat forderte alle Sicherheitskräfte auf, sich streng an die „5 Frei“-Regelungen zu halten, welche unter anderem den Ausschluss von Minderjährigen und Drogen, das Verbot von Waffen, den Schutz vor Menschenhandel und das Gewährleisten eines sicheren Umfeldes für Gäste umfassen.

Er betonte die Bedeutung einer professionellen und gewaltfreien Vorgehensweise des Sicherheitspersonals. „Sie sind keine Vollzugsbeamten“, erklärte Thawatchakiat. „Sie sollten niemals Gewalt anwenden, sondern versuchen, Konflikte friedlich zu lösen oder im Notfall sofort die Polizei zu informieren.“

Das Treffen endete mit dem gemeinsamen Ziel, Pattaya als sicheres und gastfreundliches Ziel für internationale Besucher zu festigen. Die Behörden versprachen, die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften streng zu überwachen und regelmäßige Schulungen für das Sicherheitspersonal durchzuführen, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.

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Andreas Hamm 11.06.24 18:20
Nun in einer "normalen" Bar findet man halt nicht sooo viele willige ladies.
Uli 11.06.24 16:20
Alkohol macht stark.....
und dann passieren eben solche Dinge. Hab das früher schon öfters mal erlebt wenn ein Touri mal wieder plötzlich gedacht hatte er müsste den Starken spielen und wurde dann ganz schnell eines besseren belehrt. Die Thais sind da oft etwas übermotiviert um es vorsichtig auszusprechen. Auch wenn sie gegenüber manchen Fallangs oft schmächtig ausschauen sind sie zäh und halten in solchen Situationen alle zusammen. Diplomatie hat da oft auch wenig Sinn wenn ein 190 großer Fallang der betrunken randalliert, man versucht mit Worten zu besänftigen.
Ingo Kerp 11.06.24 13:20
Die "5 Frei-Regeln" müssen erweitert werden. Unter "6 Frei-Regel" heißt es dann, keine Protistution, da diese gesetzlich in Thailand verboten ist. Schlägereien in Bars kommen weltweit vor. Man kann dem aus dem Weg gehen, indem man in keine Bar geht in einem Rotlichtviertel, wo es sicher riskanter ist, als in einem normalen Lokal.