Kristersson offen für rechte Koalition

​Schwedens Premier zieht Regierung mit Populisten in Betracht

Der schwedische Ministerpräsident Ulf Kristersson. Foto: epa/Olivier Matthys
Der schwedische Ministerpräsident Ulf Kristersson. Foto: epa/Olivier Matthys

STOCKHOLM: Es wäre ein Novum in Schweden: Falls er die Parlamentswahl im Herbst gewinnt, könnte Ministerpräsident Ulf Kristersson die Rechtspopulisten in die Regierung holen.

Es wäre die erste schwedische Regierung mit Rechtspopulisten: Schwedens konservativer Regierungschef Ulf Kristersson kann sich im Falle eines Wahlsiegs bei der Parlamentswahl in diesem Herbst eine Koalition mit den rechtspopulistischen Schwedendemokraten vorstellen.

Sollte es eine Mehrheit für eine Vierer-Koalition aus seiner Partei Moderaterna, den Christdemokraten, Liberalen und Rechtspopulisten geben, werde er mit diesen Parteien eine Regierung bilden, kündigte Kristersson bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Chef der rechtspopulistischen Schwedendemokraten, Jimmie Åkesson, an.

Regierungschef: Große Versprechen an Rechtspopulisten

Den Schwedendemokraten versprach Kristersson in einer solchen Regierung großen Einfluss und wichtige Ministerposten: «Es ist natürlich, dass es dabei unter anderem um Migration und Integration gehen wird.»

Bei der Parlamentswahl 2022 waren die Schwedendemokraten erstmals zweitstärkste Kraft geworden - vor Kristerssons Partei. Regierungschef wurde dennoch der Konservative, indem er erstmals einen Deal mit den Rechtspopulisten einging, die zuvor in Schweden außen vor standen. Mit ihrer Unterstützung kann Kristersson seitdem in seiner Minderheitskoalition aus drei Parteien regieren.

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