Rubio kritisiert Nicaragua, Venezuela und Kuba scharf

Der amerikanische Außenminister Rubio besucht Costa Rica. Foto: epa/Jeffrey Arguedas
Der amerikanische Außenminister Rubio besucht Costa Rica. Foto: epa/Jeffrey Arguedas

SAN JOSÉ: Das Thema Migration spielt bei der Reise des US-Außenministers in Mittelamerika eine zentrale Rolle. Nun beschuldigt er drei Länder, Auslöser der Migrationskrise zu sein.

US-Außenminister Marco Rubio hat die Regierungen in Nicaragua, Venezuela und Kuba als «Feinde der Menschheit» und Auslöser der Migrationskrise bezeichnet. «Wenn es diese drei Regime nicht gäbe, gäbe es keine Migrationskrise in der Hemisphäre», sagte Rubio bei einem Treffen mit dem costa-ricanischen Präsidenten Rodrigo Chaves. «Sie haben sie verursacht, weil sie Länder sind, in denen ihr System nicht funktioniert».

Bei Rubios Besuch in Costa Rica ging es um Themen wie Migration sowie den Kampf gegen Drogenhandel und Terrorismus. Im Bereich der Sicherheit möchten die USA dabei stärker mit dem mittelamerikanischen Land zusammenarbeiten, das für viele Migranten auf dem Weg in die USA ein Durchreiseland ist. So soll die bereits bestehende Partnerschaft beim Austausch biometrischer Daten über Personen, die «möglicherweise Verbindungen zum Terrorismus haben», ausgebaut werden.

Das Thema Migration spielt bei Rubios Reise in Mittelamerika eine zentrale Rolle. Am Montag traf er El Salvadors Präsident Nayib Bukele, der sich dazu bereit erklärte, US-Abschiebehäftlinge jeglicher Nationalität sowie amerikanische Gewaltverbrecher in ein Mega-Gefängnis aufzunehmen. Rubio nannte es «ein sehr großzügiges Angebot», das aber «natürlich mit rechtlichen Fragen verbunden ist». Die US-Regierung müsse darüber eine Entscheidung treffen.

Zuvor besuchte Rubio bereits Panama, im Anschluss geht es für ihn weiter nach Guatemala und in die Dominikanische Republik. Auch dort wird das Thema Migration angesichts der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Massenabschiebungen eine wichtige Rolle spielen.

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