Diese Duelle stehen fest

​Revierderbys, Premiere und Anpfiff 

Blick auf das Spielfeld im Ruhrstadion in Bochum, Austragungsort des Eröffnungsspiels der 2. Bundesliga. Foto: dpa/David Inderlied
Blick auf das Spielfeld im Ruhrstadion in Bochum, Austragungsort des Eröffnungsspiels der 2. Bundesliga. Foto: dpa/David Inderlied

FRANKFURT/MAIN: Server laufen auf Hochtouren, ein Mathematik-Professor tüftelt mit: Wie der Bundesliga-Spielplan entsteht und welche brisanten Duelle schon jetzt feststehen.

Wer spielt wann gegen wen? Mit Hochspannung blicken Fans und Clubs auf die Spielpläne der 1. und 2. Bundesliga für die Saison 2026/27. Die Bundesliga (früher Deutsche Fußball Liga) veröffentlicht sie heute - nach wochenlanger Puzzlearbeit. Ein paar Häppchen gab es schon vorab.

Welche Paarungen stehen schon fest?

Im Rahmen der «Bundesliga City Challenge» gab die Organisation in den vergangenen Tagen bereits bekannt: Titelverteidiger FC Bayern München eröffnet am 28. August die neue Spielzeit gegen den VfB Stuttgart. Es kommt somit zur Wiederholung des vergangenen DFB-Pokalendspiels, das die Münchner mit 3:0 für sich entscheiden konnten. In der 2. Liga geht es drei Wochen vorher (7. August) mit der Partie zwischen dem VfL Bochum und Hertha BSC los. Fest stehen zudem die Revierderbys zwischen Borussia Dortmund und Aufsteiger FC Schalke 04. Das Hinspiel in Gelsenkirchen steigt am ersten Dezember-Wochenende, das Rückspiel am Wochenende vom 9. bis 11. April 2027. Und: Neuling SV Elversberg empfängt zu seiner Premiere Bayer Leverkusen.

Wie wird der Spielplan erstellt?

Bereits im Frühjahr beginnen erste Planungen. Die finale Arbeit kann jedoch erst starten, wenn Auf- und Absteiger feststehen. Die Bundesliga-Gruppe nutzt seit 2018 eine eigens zu diesem Zweck entwickelte Software. In diese fließen alle Vorgaben und Variablen für die 36 Proficlubs ein. Die Verantwortlichen wägen aber auch immer wieder selbst verschiedene Interessen gegeneinander ab.

Wer macht das bei der Bundesliga?

Verantwortlich für die Spielpläne bei der Bundesliga ist der studierte Sportmanager Andreas Farr. Der Leiter Wettbewerbsorganisation & Stadion wird bei dem kniffligen und aufwendigen Prozedere durch Mathematik-Professor Stephan Westphal unterstützt. Für die Unmengen an Variablen, so Farr, «fährt die DFL extra die eigenen Serverkapazitäten hoch. Bis zu den endgültigen Spielplänen gibt es Hunderte Rechendurchläufe.»

Wie ist das mit den Termingenauen Ansetzungen?

An welchem Wochentag und zu welcher Uhrzeit die Partien am Ende stattfinden, gibt die Organisation blockweise im Laufe der Saison bekannt. Das hängt vor allem damit zusammen, dass die Teilnahme deutscher Clubs an der Champions League, Europa League oder Conference League direkte Auswirkungen auf die Bundesliga hat.

Erst wenn feststeht, welcher internationale Starter wann spielt, können die genauen Termine festgelegt werden. Ein Champions-League-Teilnehmer, der Dienstag spielt, soll beispielsweise zuvor kein Bundesligaspiel am Sonntag bestreiten. Vor und nach internationalen Spielen muss es für die Mannschaften mindestens zwei spielfreie Tage geben. Auch der DFB-Pokal spielt eine Rolle.

Welche weiteren Faktoren gibt es?

Die Bundesliga nennt hier unter anderem Vorgaben von Kommunen und Sicherheitsbehörden sowie Wünsche von Clubs und Stadionbetreibern. So wird beispielsweise geschaut, dass nah beieinanderliegende Clubs mit stark rivalisierenden Anhängern nicht am selben Tag ein Heimspiel bestreiten. Auch regionale Feiertage und gleichzeitig zum Spieltag stattfindende Großveranstaltungen spielen eine Rolle.

Wie sind die Rahmendaten?

Vor dem Anpfiff in den Liga-Alltag steht am 22. August der Franz Beckenbauer Supercup an: Doublesiegers FC Bayern tritt bei Vizemeister Borussia Dortmund an. An jenem Wochenende wird auch - mit allen anderen beteiligten Mannschaften - die erste Runde des DFB-Pokals ausgetragen. Die 64. Bundesliga-Saison macht vom 21. Dezember bis 7. Januar Winterpause. Der 34. und letzte Spieltag ist für den 22. Mai (1. Liga) und 23. Mai (2. Liga) angesetzt.

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