Red-Bull-Erbe: Polizei schließt Untersuchung ab

Vorayuth „Boss“ Yoovidhyas. Foto: The Nation
Vorayuth „Boss“ Yoovidhyas. Foto: The Nation

BANGKOK: Die Polizei wird dem Polizeikommissar am 11. August einen vollständigen Fallbericht über die plötzliche Änderung der Geschwindigkeitsberechnung des Autos von Vorayuth „Boss“ Yoovidhyas bei dessen Unfall mit Fahrerflucht vorlegen. Der Red-Bull-Erbe wird beschuldigt, den Tod eines Polizisten verursacht zu haben, als sein Ferrari vor acht Jahren in das Motorrad des Beamten raste.

Laut Generalleutnant Jaruwat Wisaya, stellvertretender Kommissar bei der Nationalen Polizeibehörde, hat der Sonderausschuss, der den Fall untersucht, alle Dokumente beisammen, um sie General Chakthip Chaijinda am Dienstag zu übergeben.

Oberstleutnant Thanasit Taengchan von der forensischen Polizeieinheit, der den Unfall mit Fahrerflucht im Jahr 2012 bearbeitet hatte, hat dem Untersuchungsausschuss die Originalakte vorgelegt. Darin heißt es, Vorayuth habe mit Tempo 177 den Unfall verursacht. In seinem Bericht von 2016 hingegen steht, Vorayuth sei mit 79,23 km/h gefahren. Thanasit sagte dem Ausschuss, ihn habe die Berechnungsformel verwirrt. Der Ausschuss hat Berichte von Experten erhalten, die alle bestätigten, dass das Kokain in Vorayuths Blut von einer Droge und nicht von einem Betäubungsmittel bei einem Zahnarzt stammte. Der Ausschuss will jetzt dem Polizeikommissar vorschlagen, den Red-Bull-Erben wegen Kokainkonsums anzuklagen.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder
Hans-Gerd Englich 10.08.20 14:06
Red Bull Fahrerflucht
Das sind doch nur 100 Kmh unterschied!?
Und das haette am Tag des Unfalls jedem darauf spezialisierten Ingenieur auffallen muessen.
Da sind ja wohl auch einige andere Koepfe zum rollen bereit?
Demnaechst muessen groessere Unfaelle, zumindest fie mit Todesfolge wohl auch von der Arme bearbeitet werden und die Polizei wird mit Blindenhunden ausgestattet. Auf der Fuehrungsebene 2 Hunde pro Person!
Ingo Kerp 10.08.20 13:22
Die Posse geht weiter.
Mike Dingo 10.08.20 09:52
Der Titel ist irreführend. Die Polizei hat ausgeschlossen, aber die Staatsanwaltschaft wohl (noch) nicht.
Ling 09.08.20 21:11
Abgeschlossene Untersuchung
Dazu kommt mir folgendes in den Sinn. Steht man unter Drogen, dann ist man ja für seine Taten nicht voll verantwortlich, wird also nicht umfänglich für die Tat, aber für den vorsätzlichen Drogenkonsum bestraft. Bei Alkoholkonsum wird das auch oft genug so gemacht. In D jedenfalls. Überall mehr oder weniger der gleiche Sumpf.
Wieviel hat wohl die Reduzierung des Tempos gekostet!?!