Mutmaßlicher Geiselnehmer leicht verletzt

Die Polizei ist in der Nähe einer Geiselnahme in einem Supermarkt im Einsatz. Foto: Carsten Koall/dpa
Die Polizei ist in der Nähe einer Geiselnahme in einem Supermarkt im Einsatz. Foto: Carsten Koall/dpa

BERLIN: Nach mehr als elf Stunden beendet die Polizei im Süden Berlins eine Geiselnahme in einem Supermarkt. Es gibt viele Fragen.

Bei dem Zugriff von Spezialeinsatzkräften ist der mutmaßliche Geiselnehmer nach Polizeiangaben leicht verletzt worden. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht, wie Polizeisprecher Florian Nath sagte. Auch die befreite Frau, die mehr als elf Stunden gefangen gehalten wurde, kam in ein Krankenhaus. Nach ersten Angaben des Sprechers steht sie unter Schock.

Weitere Angaben zu ihrem Zustand konnte Nath zunächst nicht machen. «Glücklicherweise ist hier niemand größer zu Schaden gekommen. Es gibt keine schwereren Verletzungen, die laut aktuellem Stand zu beklagen wären.»

Hintergründe der Tat unklar

Die Hintergründe der Tat sind unklar. Der Sprecher machte zunächst keine Angaben zum Alter oder der Nationalität des mutmaßlichen Geiselnehmers. Nach ersten Erkenntnissen sollen der Mann und die Geisel vor der Tat in keiner Beziehung zueinander gestanden haben.

Der Mann habe verschiedene Forderungen gestellt. «Das waren Impulsforderungen, die sich im schwer nachvollziehbaren Bereich abgespielt haben», so der Sprecher. Sie hätten kein «akribischen Tatplan widergespiegelt».

Nach Polizeiangaben haben Spezialeinsatzkräfte der Polizei gegen 9.20 Uhr den Täter überwältigen und die festgehaltene Frau befreien können. Dabei sei ein sogenannter Taser eingesetzt worden. Solche Geräte sollen Menschen durch elektrische Impulse kurzzeitig bewegungsunfähig machen.

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