MotoGP-Pilot gesperrt

​Ohrfeige gegen Streckenposten

Fotomontage: DER FARANG
Fotomontage: DER FARANG

BRÜNN: Ein Motorschaden droht, dann eskaliert die Situation: Motorrad-Pilot Bezzecchi schlägt zu. Jetzt droht der Verlust der WM-Spitze.

Der italienische MotoGP-Pilot Marco Bezzecchi ist nach einem Ausraster gegen einen Streckenposten für den Großen Preis von Tschechien in Brünn gesperrt worden. Der Motorrad-Weltverband FIM bestrafte den Aprilia-Werkspiloten und WM-Führenden im Anschluss an seinen Sturz im Sprint. Da war der 27-Jährige in eine Auseinandersetzung mit einer Sicherheitskraft geraten, was die FIM-MotoGP-Rennkommissare zu der drastischen Strafe veranlassten.

«Nach einem Sturz hast du Streckenposten, die versuchten, deine Maschine zu bergen, geschubst und geschlagen», hieß es in der Mitteilung. Das sei ein Regelverstoß und eine Handlung, die «den Interessen des Sports schadet». Aprilia konnte gegen den Rennausschluss Einspruch einlegen.

Was war passiert?

Der Vorfall ereignete sich unmittelbar nach Bezzecchis Sturz. Während die Streckenposten sein Motorrad bergen wollten, griff offenbar einer der Helfer an den Gasgriff der Aprilia. Dabei drehte wohl der Motor hoch, was zu einem schweren Motorschaden führen kann. Bezzecchi sah das, rannte aufgeregt zu seiner Maschine. Er schubste den Streckenposten mit einem Griff ins Gesicht weg und betätigte den Schalter, der den Motor ausschaltet. Danach verpasste er dem Streckenposten noch eine Ohrfeige.

Für Bezzecchi ist es ein schwerer Rückschlag im Titelkampf der MotoGP. Durch seinen Sprint-Sturz verkürzte der Spanier Jorge Martin den Rückstand auf nur noch 15 Punkte. Durch die Sperre droht Bezzecchi, seine WM-Führung verlieren.

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