Dänischer Tour-de-France-Start wird auf 2022 verlegt

Foto: Pixabay/Jo Wiggijo
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KOPENHAGEN: Die Tour de France 2021 wird nicht wie zunächst geplant in Dänemark beginnen. Nach wochenlangen Verhandlungen sei man sich mit dem französischen Tour-Veranstalter ASO einig geworden, den dänischen Start des berühmtesten Radrennens der Welt auf den Juli 2022 zu verschieben, teilten die dänischen Organisatoren am Montag mit. Dies sei notwendig, da der Tour-Start 2021 um eine Woche nach vorne verschoben worden sei, um so den am 23. Juli beginnenden Olympischen Spielen in Tokio auszuweichen. Der frühere Tour-Beginn würde dann aber unter anderem mit mehreren Spielen der Fußball-EM kollidieren, die Ende Juni 2021 in Kopenhagen ausgetragen werden.

Eigentlich sollte die Tour 2021 am 2. Juli des kommenden Jahres in Kopenhagen starten, im Anschluss waren zwei weitere Etappen durch die Radsportnation Dänemark geplant. Viele Dänen hätten sich darauf gefreut, müssten nun aber etwas länger warten, erklärte Kopenhagens Oberbürgermeister Frank Jensen. Nun sei er froh, dass der Tour-Start nicht der EM und Olympia in die Quere komme und auch die Corona-Pandemie hoffentlich bis 2022 in weite Ferne gerückt sei.

Mit Änderungen an den drei dänischen Auftaktetappen rechnen die Organisatoren nicht, dafür aber mit Mehrkosten in Höhe von rund 5,8 Millionen dänischen Kronen (rund 780.000 Euro). Die französische Zeitung «Le Télégramme» hatte vor anderthalb Wochen berichtet, dass die Bretagne mittlerweile ins Spiel gebracht wird, um Kopenhagen als Startort 2021 zu ersetzen. Der französischen Heimatregion des fünffachen Tour-Siegers Bernard Hinault wurde von der ASO demnach angeboten, eine Art Plan B für den Auftakt des Radrennens zu sein.

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