Österreich lädt zu großem EU-Afrika-Treffen mit 800 Unternehmen

Foto: epa/Christian Bruna
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WIEN (dpa) - Spitzenpolitiker aus 20 Ländern sowie viele Firmenchefs wollen auf einem EU-Afrika-Forum in Wien über den Ausbau vor allem der wirtschaftlichen Beziehungen beraten. Nicht zuletzt angesichts der Bevölkerungsentwicklung - die Zahl der Afrikaner wird sich laut Prognosen bis 2050 auf zwei Milliarden verdoppeln - sei das im Interesse Europas, sagte Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Mittwoch im Parlament. Gerade der bereits intensivierte Kontakt zu Ägypten mit seinen fast 100 Millionen Einwohnern sei wichtig.

Österreich hat als Land im EU-Ratsvorsitz gemeinsam mit der Afrikanischen Union (AU) zu dem Treffen am 18. Dezember eingeladen. Nach Angaben der Regierung vom Mittwoch werden unter anderem auch die Chefs von Siemens und BMW, Joe Kaeser und Harald Krüger, erwartet. Insgesamt sollen sich Vertreter von rund 800 Unternehmen in Themenrunden über Perspektiven austauschen.

«Afrika ist ein Chancenkontinent», sagte Kurz der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Wirtschaftswachstum in Afrika biete jungen Menschen Perspektiven abseits von Migration. Kurz hatte jüngst Äthiopien und Ruanda besucht, zwei Länder mit hohem Wirtschaftswachstum. An dem Forum nehmen auch der derzeitige Vorsitzende der Afrikanischen Union (AU), Ruandas Präsident Paul Kagame, und Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi teil. Vonseiten der EU ist Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker vertreten.

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