Notoperation: Hospital rettet Briten das Leben

Das Songklanagarind Hospital in Songkhla. Foto: Hospital Directory Asia
Das Songklanagarind Hospital in Songkhla. Foto: Hospital Directory Asia

SONGKHLA: Das Prinz-von-Songkhla-Universitätskrankenhaus hat einen 78 Jahre alten Briten aus humanitären Gründen operiert und organisiert jetzt eine Spendenaktion, damit der Patient nach Großbritannien zurückkehren kann.

Die Operation hat eine Million Baht gekostet, die der pensionierte Marineoffizier nicht aufbringen kann. Kenneth George Smith erzählte Reportern aus seinem Krankenhausbett, dass er die Hilfe des Hospitals Songkhlanagarind schätze, so dass er nach Hause zurückkehren könne, um seine Tochter und seine Enkelkinder zu sehen.

Laut Dr. Ruangsak Leethanaporn, dem Direktor des Krankenhauses, wurde der Patient aus dem Samui-Krankenhaus mit der Schwellung einer Arterie in seinem Bauch nach Songkhla verlegt. Sie sei kurz vor dem Platzen gewesen, das hätte für den Patienten den Tod bedeutet. Das Krankenhaus habe eine komplizierte endovaskuläre Aortenreparatur durchführen müssen. Ruangsak berichtete weiter, die Hybridoperation habe über eine Million Baht verursacht, aber das Krankenhaus habe es aus humanitären Gründen getan, um das Leben des Mannes zu retten.

Das Hospital hat sich inzwischen mit der Immigration in Verbindung gesetzt, um alle Dokumente vorzubereiten, damit Smith nach Hause geschickt werden kann. Der Direktor forderte die Öffentlichkeit zu Spenden auf, um Smith den Heimflug zu ermöglichen.

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Leserkommentare

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Hansruedi Bütler 12.08.18 00:10
Endovaskuläre Aortenreparatur (EVAR)
@Mike Dong, bravo! Hielt mich zurück, da mir mehrere solcher "Bereicherungsmethoden" bekannt sind. Ich vermutete eine möglich hohe "Wunschssumme" durch einen Spendenaufruf, denn eine Million THB ist viel zu viel für diesen Eingriff! Die EVAR wurde erstmals 1977 im Kantonsspital Zürich durch Andreas Grüntzig (Erfinder der Ballondilatation) ausgeführt. 1991, ebenfalls in der CH, wurde mit diese Methode der erste Stents in einer Aorta gesetzt, häufig von der Leistenarterie ausgehend. Vorteilhaft sind die dabei anfallenden niedrigen Kosten!!! Sie und Thomas Thoenes liegen da vermutlich absolut richtig mit den Kosten.
Jürgen Franke 11.08.18 21:21
Herr Dong, ich pflege grundsätzlich lediglich
die Redaktionsberichte zu kommentieren und erspare mir deshalb Vermutungen irgendwelcher Art. Ihr Kommentar steht im deutlichen Widerspruch zu dem Bericht der Redaktion. Offensichtlich haben Sie andere Informationsquellen, was den Operationsverlauf des Briten betrifft. Sie werden mir schon noch gestatten, dass ich den Hinweis von Herrn Thoenes, auf die Operationsmethode, etwas abartig fand. Aber auch dieses Thema möchte ich mit Ihnen nicht weiter diskutieren.
Mike Dong 11.08.18 19:25
Als erstes ist zu sagen, daß die Operation nichts gekostet HAT, da selbige "aus humanitären Gründen" ausgeführt wurde, sondern "einen bestimmten Betrag" gekostet HÄTTE. Dem Krankenhaus sind dadurch zwar Kosten entstanden, diese sind aber wesentlich GERINGER als die Kosten, die dem Patienten weiter berechnet worden wären. Eine "endovaskuläre Aortenreparatur" ist nichts anderes als eine "Katheterbehandlung der Aorta", die ein Aneurysma verschließt. Sowas wird in der schönen Schweiz via Fallpauschale abgerechnet. Kosten 5-15 Tsd Franken. Somit war die Operation 2-6 x so teuer wie in der nicht für Schnäppchen bekannten Schweiz. Noch Fragen, Herr Franke ? Die Abrechnung muß man sich nicht schicken lassen, um der Vermutung von Herrn @Thoenes zuzustimmen.
Jürgen Franke 11.08.18 15:38
Herr Thoenes, ich würde Ihnen tatsächlich
empfehlen, sich die Rechnung des Engländers vom Krankenhaus vorlegen zu lassen, bevor Sie hier indirekt dem Krankenhaus Betrugsabsichten unterstellen, denn anders konnte ich Ihre polemischen Zeilen nicht interpretieren. Aus eigener Erfahrungen mit den Krankenhäusern, bestätige ich Ihnen gerne, dass die Kosten der Leistungen der Krankenhäuser in dem vertretbaren Rahmen liegen, die eine Krankenversicherung problemlos akzeptiert. Sollte kein Notfall vorliegen, erhalten Sie einen Kostenvoranschlag über die Behandlung.
Peter Joe 11.08.18 15:37
Unglaublich
Bei den Brits ist es ueblich, dass sie mehrfach verheiratet waren und deshalb im Alter am verarmen sind, dazu kommt noch, viele sind dadurch runtergekommen und schwere Alkoholiker.