​Nestlé bestreitet Förderung von Sklavenarbeit

Archivbild: epa/Rungroj Yongrit
Archivbild: epa/Rungroj Yongrit

BANGKOK/ZÜRICH: Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé hat Behauptungen als falsch zurückgewiesen, das Unternehmen beziehe den im Katzenfutter Fancy Feat enthaltenen Fisch von einem thailändischen Lieferanten, der in Menschenschmuggel und Sklavenarbeit involviert sei (DER FARANG berichtete). 

„Sklavenarbeit hat bei unserem Lieferanten keinen Platz“, heißt es in einer in Zürich veröffentlichen Stellungnahme. Vier Verbraucher haben in Los Angeles Nestlé S.A. vor dem Bundesgericht verklagt. Sie werfen dem Schweizer Konzern vor, über seinen Lieferanten „Sklavenarbeit auf schwimmenden Gefängnissen“ zu fördern. Millionen Verbraucher hätten das Katzenfutter nicht verkauft, wären sie über Menschenschmuggel und Sklavenarbeit informiert gewesen. Laut dem Konzern würden alle Lieferanten die Menschenrechte und die geltenden Arbeitsgesetze einhalten. Im letzten Jahr habe Nestlé mit dem unabhängigen Beratungsbüro Achilles mit dem Ziel zusammengearbeitet, Einblick in die unterschiedlichen Arbeitsschritte der Lieferanten zu bekommen. Weiter arbeite das Unternehmen eng mit der Nicht-Regierungsorganisation Verite zusammen. Diese sammele Informationen über Fischkutter, Mühlen und Meeresfrüchtefarmen in Thailand und benenne Betriebe, die Sklavenarbeit fördere oder Menschenrechte verletze.

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