Nach Flugzeugabsturz in Peking: Behörden nennen Hintergründe

Foto: Pixabay/Aaron Gipson
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PEKING: Vor einer Woche kracht ein kleines Flugzeug in den größten Wolkenkratzer Pekings. Lange halten sich die Behörden mit Details zurück. Nun präsentieren sie erste Ermittlungsergebnisse.

Nach dem Absturz eines Leichtflugzeuges im Zentrum der chinesischen Hauptstadt Peking haben die Behörden weitere Details zu dem Vorfall veröffentlicht. Demnach handelte es sich bei dem Piloten um einen 66 Jahre alten Mann aus Peking, der aus persönlichen Gründen gehandelt haben soll, teilte der Bezirk Chaoyang mit. Der allein lebende Mann sei Freiberufler und geschieden gewesen, hieß es weiter.

Der Pilot, der den Angaben zufolge seit 2021 eine Sportfluglizenz hatte, kam bei dem Vorfall vor fast einer Woche ums Leben, als sein Flugzeug am Freitag im Feierabendverkehr in den China Zun, den größten Wolkenkratzer der Stadt, krachte. Bei der Maschine handelte es sich um ein chinesisches Leichtsportflugzeug vom Typ Aurora SA60L, wie die Behörden erklärten.

Schlaflosigkeit und Angstzustände

Die Ermittlungen ergaben, dass der Mann zunächst im östlichen Randbezirk Pinggu mit der einmotorigen Maschine abgehoben hatte, später das festgelegte Fluggebiet verließ und der Kontakt zum Flughafen abriss, bis er in das 528 Meter hohe Gebäude prallte.

Weiter erklärten die Behörden, dass der Mann seit langem unter Schlaflosigkeit und Angstzuständen gelitten haben soll. In seinen Tagebüchern sei außerdem der Ausdruck «das Leben beenden» aufgetaucht, hieß es weiter.

Vorfall unweit des Machtzentrums

Der höchst seltene Vorfall hatte Fragen zur Sicherheit in Peking aufgeworfen. Die chinesische Hauptstadt gilt als besonders stark überwacht. Das Zentrum der Millionenmetropole ist eine vom Militär kontrollierte Flugverbotszone, für die Flüge nur nach Genehmigung möglich sind.

Der Unglücksort liegt ganz in der Nähe der für ihre quadratische Architektur als «große Hose» bekannten Zentrale des chinesischen Staatsfernsehens CCTV und nur wenige Kilometer von der berühmten Verbotenen Stadt sowie dem Regierungskomplex und Machtzentrum der Kommunistischen Partei, Zhongnanhai, entfernt.

Landesweite Flugverbote für Leichtflugzeuge

Medienberichten zufolge hatte die Regierung nach dem Vorfall landesweit Flugverbote für Leichtflugzeuge verhängt. Bei dem Vorfall am vergangenen Freitag waren außerdem 13 Menschen verletzt worden. Diese sind nach offiziellen Angaben mittlerweile alle außer Lebensgefahr.

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