Entführungsalarm: Kampfjets begleiten Passagierflugzeug über Bulgarien

Foto: Pixabay/733215
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SOFIA/WARSCHAU: Die Passagiere eines Airbus 320 dürften über Bulgarien gezittert haben. Erst gab es Entführungsalarm, dann kamen Kampfjets. Doch der Vorfall ging glimpflich aus.

Ein Flug einer Passagiermaschine aus Warschau nach Tel Aviv ist nach einem angeblichen Entführungsalarm über Bulgarien von Kampfjets begleitet worden. Die Luftstreitkräfte des südosteuropäischen Landes hätten am Dienstag nach Information aus der Nato das Air-Policing-System aktiviert, teilte das Verteidigungsministerium in Sofia mit. Der Grund dafür sei gewesen, dass der Pilot der Maschine einen Notfallcode für eine Entführung ausgesendet habe.

Die Passagiere an Bord dürften gezittert haben: Nach dem Start in Warschau durchflog das Flugzeug unter anderem den Luftraum Bulgariens und der Türkei, kehrte in der Nähe von Zypern um und landete schließlich im bulgarischen Burgas. Wie das Verteidigungsministerium in Sofia mitteilte, wurde die Maschine im bulgarischen Luftraum in beiden Richtungen von Kampfjets vom Typ MIG-29 begleitet.

Fehlalarm: «Absolut außergewöhnliches Ereignis»

«Ursache des Vorfalls war eine fehlerhafte Einstellung des Transponders, der einen Notfallcode ausgesendet hatte», sagte Krzysztof Moczulski, Sprecher der Fluggesellschaft Lot, der polnischen Nachrichtenagentur PAP. Der Pilot habe bestätigt, dass es sich um einen Fehlalarm gehandelt habe. Ein solcher Vorfall sei ein «absolut außergewöhnliches Ereignis», das praktisch nie vorkomme, sagte Moczulski.

Nach Angaben der PAP gehörte der Airbus der bulgarischen Fluggesellschaft Electra Airways, die den Flug im Auftrag der polnischen Fluggesellschaft Lot ausführte.

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