Werder erreicht gegen Hoffenheim ein 1:1

Werders Marco Friedl versucht Hoffenheims Bruun Larsen zu stoppen, Werders Milos Veljkovic wartet rechts. Foto: Carmen Jaspersen/dpa
Werders Marco Friedl versucht Hoffenheims Bruun Larsen zu stoppen, Werders Milos Veljkovic wartet rechts. Foto: Carmen Jaspersen/dpa

BREMEN: Werder Bremen hat seine Serie mit dem vierten Spiel ohne Niederlage hintereinander fortgesetzt. Gegen Hoffenheim reicht es auch ohne viele Großchancen zum Remis. Die Corona-Unruhe im Vorfeld erwies sich nicht als folgenreich.

Werder Bremen hat der Unruhe durch den positiven Corona-Test bei Felix Agu getrotzt und sich mit dem vierten Spiel ohne Niederlage in Serie erst einmal im oberen Tabellenmittelfeld festgesetzt. Gegen Europa-League-Teilnehmer 1899 Hoffenheim kam der Fastabsteiger der vergangenen Spielzeit am Sonntagabend zu einem 1:1 (1:1) und hat nun schon acht Punkte auf dem Konto. Maximilian Eggestein brachte die Gastgeber bereits in der fünften Minuten in Führung, Dennis Geiger gelang noch vor der Pause der verdiente Ausgleich für die Gäste (22. Minute).

Die Bremer zeigten sich vom Corona-Wirbel der vergangenen Tage weitgehend unbeeindruckt. Nach einem positiven Test bei Neuzugang Agu hatte sich die komplette Werder-Mannschaft samt Betreuerstab vorsorglich in häusliche Quarantäne begeben. Erst nachdem alle weiteren Tests negativ ausgefallen waren, wurde die Vorbereitung auf das Hoffenheim-Spiel wieder aufgenommen.

«Es ist schade, Felix hätte heute definitiv gespielt», sagte Trainer Florian Kohfeldt vor der Partie bei Sky. Der Fall hätte aber in der Mannschaft nicht Angst, sondern eher Nachdenklichkeit ausgelöst. «Wir waren sehr erleichtert, dass das Gesundheitsamt die Infektionskette nachvollziehen konnte», sagte Kohfeldt.

Und in der Tat merkte man den Gastgebern anfangs keine Verunsicherung an. Werder bestimmte zunächst die Partie und ging früh in Führung. Nach schöner Vorarbeit von Theodor Gebre Selassie traf Maximilian Eggestein per Flachschuss. «Genau das war der Plan», sagte der Torschütze bei Sky. «Wir wollten schnell Druck machen. In der zweiten Halbzeit gab es dann wenige Entlastung, so dass wir wenig Chancen hatten», erklärte Eggestein. Dennoch war es «ein guter Punkt. Wir sind zufrieden», unterstrich Werder-Kapitän Niklas Moisander. «Und vielleicht war die erste Halbzeit die beste von uns in dieser Saison. Das war keine leichte Woche für uns», fügte er hinzu.

Doch die Hoffenheimer ließen sich vom schnellen Rückstand nicht beirren und übernahmen in der Folgezeit die Spielkontrolle. Die Gäste aus dem Kraichgau zeigten insgesamt die reifere Spielanlage und steckten auch zahlreiche personelle Rückschläge wett. Drei Tage nach dem Sieg in der Europa League gegen Roter Stern Belgrad fehlten neben dem Corona-Trio Kasim Adams, Andrej Kramaric und Pavel Kaderabek auch Florian Grillitsch, der in dieser Woche Vater geworden ist, und Stammtorwart Oliver Baumann (Magenprobleme).

Für Baumann stand Philipp Pentke zwischen den Pfosten, war nach dem frühen Rückstand aber weitgehend beschäftigungslos. Stattdessen gelang Geiger auf Vorlage von Sebastian Rudy in der 22. Minute der verdiente Ausgleich für Hoffenheim. «Wir haben ganz schlecht ins Spiel gefunden, aber in der zweien Halbzeit gute Mentalität gezeigt. Aber auf jeden Fall war heute mehr drin», sagte der Torschütze zu seinem ersten Treffer seit November 2017 beim TV-Sender Sky. Kurz vor der Pause hätte Munas Dabbur die Gäste fast sogar in Führung gebracht, scheiterte aber an Werder-Torwart Jiri Pavlenka.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Hoffenheim zunächst am Drücker, ein Schuss von Geiger wurde im letzten Moment abgeblockt (49.). Danach verflachte die Partie allerdings. Den Gästen merkte man die Strapazen der Englischen Woche nun deutlich ab, den Hausherren fehlten vor allem offensiv die Mittel, um sich in Szene zu setzen. Zumal in Niclas Füllkrug der beste Bremer Torschütze der bisherigen Saison bereits vor der Pause mit Wadenproblemen ausgewechselt werden musste.

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