Muslime dürfen trotz Corona zum Fastenbrechen

Indonesische Männer beten auf der Straße während des Eid Al-Fitr-Massengebets an der Hauptstraße in Cirebon, West-Java. Archivfoto: epa/Iqbal Kusumadirezza
Indonesische Männer beten auf der Straße während des Eid Al-Fitr-Massengebets an der Hauptstraße in Cirebon, West-Java. Archivfoto: epa/Iqbal Kusumadirezza

JAKARTA: Trotz Warnungen vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus, dürfen Millionen Muslime in Indonesien zum Fest des Fastenbrechens die Hauptstadt Jakarta verlassen und in ihre Heimatstädte reisen.

Der Präsident des südostasiatischen Inselstaates Joko Widodo forderte in einer Pressekonferenz am Donnerstag Gemeinden dazu auf, Anreisende dazu zu bringen, sich selbst zu isolieren. Lokalen Medienberichten zufolge hat die Regierung Menschen zwar geraten, nicht in ihre Heimatstädte zurückzukehren. Eine Reisesperre, wie von einigen Gesundheitsexperten und Politikern angesichts der Corona-Pandemie gefordert, verhängte Joko aber nicht.

Das Fest zum Fastenbrechen, Eid al-Fitr, markiert das Ende des Fastenmonats Ramadan und beginnt Ende Mai. Im vergangenen Jahr reisten rund 15 Millionen Menschen zu diesem Anlass vom Großraum Jakarta zu ihren Familien. Mit mehr als 260 Millionen Einwohnern - die Mehrheit davon Muslime - ist Indonesien das bevölkerungsreichste muslimische Land der Welt. Indonesiens Gesundheitsministerium meldete am Donnerstag insgesamt 1790 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Bisher habe es 170 Todesfälle gegeben.

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