Ministerium plant Touristensteuer

Foto: epa/Narong Sangank
Foto: epa/Narong Sangank

BANGKOK: Das Tourismus- und Sportministerium denkt über die Erhebung einer Abgabe von ausländischen Urlaubern nach.

Mit den Einnahmen sollen touristische Attraktionen verbessert und Versicherungen für ausländische Touristen finanziert werden. So sollen Krankenhäuser entlastet werden, die jährlich auf unbezahlten Rechnungen ausländischer Patienten in Höhe von 300 Millionen Baht sitzen bleiben. Das Ministerium ist im Gespräch mit der Universität Naresuan und dem Büro der Insurance Commission über eine Touristensteuer bei der Einreise, die minimale Auswirkungen auf den Tourismus haben soll. Eine Studie zu diesem Thema soll in sechs Monaten vorliegen. Sie soll auch Aufschluss geben über die Begrenzung der Besucherströme in populären touristischen Zielen. Das Ministerium verweist auf Japan und Malaysia. Beide Länder haben eine Abgabe von Urlaubern eingeführt. In Japan zahlen Urlauber 1.000 Yen, in Malaysia Besucher aus der ASEAN-Region 5 Dollar und aus anderen Ländern 10 Dollar.

„Bectero” berichtet, die Abgabe soll sich für ausländische Urlauber auf 100 Baht je Einreise belaufen. Bei 38 Millionen Touristen im Vorjahr würde der Staat 3,8 Millionen Baht einnehmen. Mit diesem Geld könnten für Urlauber Krankenhaus- und Lebensversicherungen abgeschlossen werden.

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Khun Kun 29.05.19 23:58
Wieviel sind 38 Milliönchen X 100 = ?
Na, na, na, habe ich richtig gelesen so viel Money. 100 Baht pro Kopf? Bei 38 Millionen Touristen im Vorjahr würde der Staat 3,8 Millionen Baht einnehmen. Schreibt man. In Zukunft sollen es 70 Millionen sein. Da fehlen aber noch immer 296.200.000,-- um die Krankenhäuser und Versicherungen zu sanieren. Rechenaufgabe: Also wie viel ist 38.000.000.000 X (machen wir es einfacher) X O,1,-- thailändischer Baht. Wenn die Rechnung nicht stimmt hoffe ich daß ich nicht auf die Philipinen gehen muß.
Jürgen Franke 29.05.19 18:11
Danke mar rio, dass Sie das Thema
noch einmal aufgegriffen haben und klarstellen konnten. Die Buerger sollten grundsätzlich fuer Ordnung und Sauberkeit sorgen. Das der Staat dafuer die Voraussetzung bieten muss, ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Sauberkeit unter Strafandrohung wäre das letzte Mittel.
mar rio 29.05.19 16:19
@J.Frank
Das wundert mich, dass Sie keinen Zusammenhang zu Ihrem Kommentar herstellen können, schließlich schrieben Sie, "Jedoch etwas mehr Ordnung und Sauberkeit ist sicherlich nicht zu viel verlangt, da es bekanntlich in Singapur funktioniert." und behaupteten, dass es sich um eine "Charakter- bzw. Mentalitätsfrage" handeln würde. Dabei kann der Bürger i.d.R. nur die Voraussetzungen nutzen, die ihm der Staat bietet. Auch in Singapur usw. fliegt der Dreck in die nächste Ecke, wenn keine Mülleimer da sind. Den Rest erledigen, z.B. in Singapur, drakonische Strafandrohungen, die bis zum Verlust der Altersversorgung reichen können.
Jürgen Franke 26.05.19 19:45
mar rio, leider kann ich keinen Zusammenhang
zwischen Ihrer Frage und meinem Kommentar feststellen.
mar rio 26.05.19 10:42
@J.Franke
Haben Sie einmal die Anzahl der Mülleimer im öffentlichen Straßenland zw. Singapur, BKK, Berlin, Wien, Zürich oder gar Pattaya verglichen?