Die letzte Abstimmung über neue EU-Fluggastrechte steht an
BRÜSSEL: Jahrelang hat die EU darum gerungen, welche Rechte Flugpassagiere künftig bei Problemen haben sollen. Nun gibt es eine Einigung zu Entschädigungen, Sitzplätzen & Co.
Die neuen Rechte für Fluggäste in der EU nehmen am Montag absehbar die letzte Hürde vor der Umsetzung. Dann billigen voraussichtlich Minister der EU-Staaten die Änderung, mit der unter anderem Familien und Menschen mit Behinderung neue Rechte bekommen. Das Europaparlament hat bereits zugestimmt. Die neuen Regeln gelten voraussichtlich ab Mitte 2027.
Kinder unter 14 Jahren dürfen dann im Flugzeug neben ihren Eltern sitzen, ohne dass Geld für die Sitzplatzreservierung fällig wird. Das gilt auch für Schwangere sowie Menschen mit Mobilitätseinschränkungen und deren jeweilige Begleitung.
Fluggesellschaften müssen künftig zum Beispiel auch Schreibfehler in Namen auf Tickets kostenlos korrigieren und für eingecheckte Gäste ohne weitere Gebühren einen Boardingpass ausdrucken. Die Regeln für Entschädigungen bei verspäteten und gestrichenen Flügen sollen dagegen im Wesentlichen unverändert bleiben. Darüber waren Staaten und Parlament lange uneins.