Mehr als 30 Tote bei Luftangriff

Der letzte Supermond des Jahres, die «Cold Moon», leuchtet beeindruckend über dem nächtlichen Himmel von Yangon. Foto: epa/Nyein Chan Naing
Der letzte Supermond des Jahres, die «Cold Moon», leuchtet beeindruckend über dem nächtlichen Himmel von Yangon. Foto: epa/Nyein Chan Naing

NAYPYIDAW: Seit dem Putsch 2021 herrscht das Militär im früheren Birma mit eiserner Hand. Widerstandsgruppen kämpfen teils erfolgreich gegen die Armee. Diese fliegt immer wieder Angriffe.

Bei einem Luftangriff der Militärjunta im Nordwesten Myanmars sind Medien und Augenzeugen zufolge mindestens 33 Zivilisten getötet worden. Der Angriff traf demnach ein Krankenhaus der Gemeinde Mrauk-U im Staat Rakhine und tötete Zivilisten, darunter Kinder und Patienten, wie etwa das auch auf Englisch publizierende Online-Portal The Irrawaddy und das örtliche Nachrichtenportal Than Lwin Khet News schreiben.

Zwei Bomben seien direkt auf das Krankenhaus abgeworfen worden, sagten Augenzeugen ferner. Mindestens 70 Menschen hätten Verletzungen erlitten. «Aufgrund der vielen Verletzten dürfte es aber noch mehr Tote geben», sagte Kyaw Moe, ein Anwohner aus Mrauk-U, der Deutschen Presse-Agentur. «Das ist unverzeihlich. Sie sind keine Menschen.» Der Angriff erfolgte demnach just in der Nacht des gestrigen Internationalen Tags der Menschenrechte.

Seit dem Militärputsch im früheren Birma im Februar 2021 versinkt das Land in Südostasien in Chaos und Gewalt. Die demokratisch gewählte Regierung von Friedensnobelpreisträgerin und einstiger Freiheitsikone Aung San Suu Kyi (80) wurde entmachtet und sitzt in Haft. Die Junta regiert mit eiserner Faust und unterdrückt Widerstand mit Gewalt. International ist das Land fast völlig isoliert. Verschiedene Rebellengruppen kämpfen teils sehr erfolgreich gegen die Armee.

Mit Angriffen aus der Luft geht das Militär immer wieder gegen Widerstandsgruppen vor, trifft dabei aber oft Zivilisten. Vergangenen Samstag kamen bei einem Luftangriff im Ort Tabayin im Landesinnern nach Angaben der örtlichen Behörden mindestens 20 Menschen ums Leben. Das Militärregime griff demnach ein Teehaus im Dorf Mayakan an, in dem sich Zivilisten ein Fußballspiel zwischen Myanmar und den Philippinen ansahen. Auch Naturkatastrophen suchen das Land immer wieder heim: Bei einem Erdbeben im März kamen Tausende Menschen ums Leben

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