PARIS: Nach dem spektakulären Einbruch steht im Louvre ein Neuanfang an: Die Galerie d'Apollon öffnet wieder, bietet aber für Besucher einen ungewöhnlichen Anblick. Die Juwelen bleiben derweil verschwunden.
Neun Monate nach dem spektakulären Juwelendiebstahl im Louvre öffnet das Pariser Museum am Mittwoch (22. Juli) seine Galerie d'Apollon wieder. Die Besucher erwartet jedoch ein ungewohntes Bild: Der prächtige Saal präsentiert sich pur und ohne die dort bislang ausgestellten Juwelen und Kunstschätze. Diese sollen künftig in einem fensterlosen Tresorraum aufbewahrt werden, wie Louvre-Direktor Christophe Leribault der Zeitung «Le Parisien» sagte.
Bei dem Einbruch Mitte Oktober 2025 wurden aus dem Saal acht wertvolle Schmuckstücke im geschätzten Wert von rund 88 Millionen Euro gestohlen. Von ihnen fehlt noch immer jede Spur. Die dabei beschädigte Krone von Kaiserin Eugénie wird derzeit restauriert.
Wie die Spiegelgalerie von Versailles
Der Museumschef sprach von einem Neuanfang für die Galerie. Statt mit leeren Vitrinen an den bisherigen Ausstellungsort erinnern zu lassen, solle der Raum wieder als Prunkgalerie zur Geltung kommen.
Die Galerie d'Apollon gilt als einer der prächtigsten Räume des Louvre. Ihre Decken wurden von Charles Le Brun gestaltet und später unter anderem von Eugène Delacroix ergänzt. Leribault verglich den Saal mit der Spiegelgalerie von Versailles und sprach von einem Stück des ursprünglichen Königspalasts, das Besucher im heutigen Museum wiederentdecken könnten.