Kreml distanziert sich nach Kündigung von UN-Diplomat

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow während der Militärparade zum Tag des Sieges auf dem Roten Platz in Moskau. Foto: epa/Maxim Schiffskow
Kreml-Sprecher Dmitri Peskow während der Militärparade zum Tag des Sieges auf dem Roten Platz in Moskau. Foto: epa/Maxim Schiffskow

MOSKAU: Der Kreml hat sich nach der Kündigung eines russischen Diplomaten bei den Vereinten Nationen in Genf von dem Mann distanziert. «Man kann hier wahrscheinlich nur sagen, dass Herr Bondarew nicht mehr zu uns gehört - vielmehr, dass er gegen uns ist», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Dienstag in Moskau nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Interfax. Der Botschaftsrat Boris Bondarew hatte am Montag aus Protest gegen den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine nach 20 Jahren den Dienst quittiert.

Peskow sagte dazu: «Er hat die Handlungen der russischen Führung verurteilt - und die Handlungen der russischen Führung werden praktisch von der gesamten Bevölkerung unseres Landes unterstützt. Das bedeutet, dass sich dieser Herr gegen die allgemein vorherrschende Meinung unseres Landes ausgesprochen hat.»

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David Ender 25.05.22 15:40
Distanzierung ...
Tatsaechlich hat sich das russische Volk unter seinem KGB-Oberst mit dem gescheiterten Eroberungskrieg gegen die Ukraine von der gesamten entwickelten Welt "distanziert". Bloss die Failed States Eritrea, Nordkorea, Syrien und Weissrussland unterstuetzen den Raubzug. Einige Schwellen- und Entwicklungslaender die es mit den Buergerrechten daheim ebenfalls nicht so genau nehmen, spielen "Neutralitaet" zwischen Taeter und Opfer. In solch einer isolierten Position von allen entwickelten Demokratien der Welt war Deutschland doch auch mal, oder? Ist damals nicht so gut gelaufen mit unserem eigenen Fuehrer. Und wird es fuer die Russen unter ihrem kleinwuechsigen Fuehrer auf Lebzeit ebenfalls nicht - versprochen! Denn am Ende aller Kremlpropaganda winken wieder mal schnoede Mathematik - und die naechste Staatspleite. Gut so.
Wildfried Mond 25.05.22 13:00
Vorherrschende Meinung ?
Ein Volk, das von seiner Führung belogen und betrogen wird, soll eine „vorherrschende Meinung“ haben ? Die einzige Meinung die im Kreml zählt ist die von Putin… und es wird Zeit, dass da ein „Brutus“ kommt.
Jason 25.05.22 09:00
Da hat Peskow 2 Buchstaben vergessen,
es muss lauten: dass sich dieser Herr gegen die allgemein vorZUherrschende Meinung unseres Landes ausgesprochen hat.