KRABI: Die indische Billigfluggesellschaft IndiGo wird ihre Direktverbindung nach Krabi vorübergehend einstellen. Wie das Unternehmen mitteilte, wird die Strecke vom 1. Juli bis zum 30. September 2026 im Rahmen einer Neustrukturierung des internationalen Streckennetzes ausgesetzt.
Nach Angaben der Fluggesellschaft reagiert IndiGo damit auf gestiegene Betriebskosten und eine schwächere Nachfrage im dritten Quartal, das außerhalb der touristischen Hochsaison liegt. Neben Krabi werden auch die Verbindungen nach Langkawi, Hong Kong, Shanghai, Ho Chi Minh City und Siem Reap vorübergehend eingestellt. Die meisten Strecken werden ab dem 1. Juli pausiert, die Verbindung nach Siem Reap ab dem 3. Juli.
Marktlage zwingt zu Anpassungen
Das Unternehmen erklärte, dass die Entscheidung Teil einer Strategie zur Anpassung der Kapazitäten an die aktuellen Marktbedingungen sei. Gleichzeitig müssten weiterhin Einschränkungen im internationalen Luftraum sowie anhaltend hohe Betriebskosten berücksichtigt werden.
IndiGo betonte, dass es sich um eine vorübergehende Maßnahme handle. Buchungen für alle betroffenen Strecken sollen ab dem 1. Oktober 2026 wieder möglich sein. Das übrige internationale Streckennetz bleibe weitgehend unverändert. Nach Unternehmensangaben werden weiterhin mehr als 1.800 internationale Flüge pro Woche durchgeführt.
Krabi-Strecke könnte früher zurückkehren
Die Fluggesellschaft kündigte zudem an, die Entwicklung der Treibstoffkosten und der Nachfrage genau zu beobachten. Sollte sich die Marktlage schneller als erwartet verbessern, könne die Verbindung nach Krabi auch früher wieder aufgenommen werden.
Hintergrund der Anpassungen sind die stark gestiegenen Kosten für Flugkraftstoff. Nach Angaben aus der Branche haben sich die Preise für Jet-A1-Kerosin infolge des Konflikts im Nahen Osten auf das Zwei- bis Dreifache des früheren Niveaus erhöht. Während ein Barrel vor Beginn der Krise rund 80 US-Dollar kostete, liegen die Preise inzwischen bei mehr als 240 US-Dollar.
Hohe Treibstoffkosten belasten Airlines
Dadurch haben sich die Kosten pro Flug deutlich erhöht. Der Anteil der Treibstoffkosten an den gesamten Betriebsausgaben von Fluggesellschaften ist nach Branchenangaben von etwa 30 Prozent auf inzwischen mehr als 50 Prozent gestiegen. Viele Airlines reagieren deshalb mit Anpassungen ihrer Flugpläne, einer Reduzierung von Frequenzen oder der vorübergehenden Aussetzung einzelner Strecken während der Nebensaison. Gleichzeitig halten sie Kapazitäten bereit, um bei sinkenden Treibstoffpreisen und einer steigenden Nachfrage rasch zusätzliche Flüge anbieten zu können.