Gerettete Fußballer reisen nicht zum WM-Finale

Thailands Gesundheitsminister Dr. Jedsada Chokdumrongsuk (M.) informiert auf einer Pressekonferenz nüber den Gesundheitszustand der geretteten Kinder. Foto: epa/Rungroj Yongrit
Thailands Gesundheitsminister Dr. Jedsada Chokdumrongsuk (M.) informiert auf einer Pressekonferenz nüber den Gesundheitszustand der geretteten Kinder. Foto: epa/Rungroj Yongrit

CHIANG RAI (dpa) - Die aus einer Höhle geretteten Mitglieder des Fußball-Teams können die Einladung zum WM-Finale in Moskau nicht annehmen. Die behandelnden Ärzte kündigten am Dienstag an, dass die bislang acht geretteten Kinder noch mindestens eine Woche im Krankenhaus bleiben müssten. Damit haben die Spieler der Jugend-Mannschaft namens «Wildschweine» keine Chance, beim Finale der Weltmeisterschaft am Sonntag in Moskau dabei zu sein.

FIFA-Präsident Gianni Infantino hatte die insgesamt zwölf Jungen und ihren Trainer vergangene Woche eingeladen, auf Kosten des Weltfußballverbands nach Russland zu kommen. Die FIFA wäre «sehr froh, sie als Gäste beim WM-Endspiel in Moskau» begrüßen zu können, schrieb er. Die Jungen werden das Spiel nach Angaben der Ärzte aber im Krankenhaus auf dem Fernsehschirm verfolgen dürfen - wenn sie solange wachbleiben - Anpfiff ist thailändischer Zeit um 22.00 Uhr.

Die bislang acht Geretteten liegen im achten Stock einer Klinik in der Provinzhauptstadt Chiang Rai. Sicherheitshalber befinden sie sich noch in Quarantäne. Am Dienstag sollte ein neuer Versuch gestartet werden, weitere Mannschaftsmitglieder aus der Höhle zu retten. Nach der Rettung der ersten acht Kinder befanden sich dort noch fünf Fußballer: vier Jungen und der erwachsene Betreuer.

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Jürgen Franke 11.07.18 03:24
Die jungen Menschen solten sich
erst einmal im Kreise ihrer Familien erholen, denn was die durchgemacht haben, bevor sie überhaupt gefunden wurden, kann sich von uns keiner vorstellen. Von der nervenanspannenden Rettungsaktion, die wir bequem im Sessel verfolgen konnten, ganz zu schweigen.
Siam Fan 11.07.18 03:23
einmalige Lebensereignis
Da halte ich auch die Daumen. Vor allem auch für die schnelle Erholung.
Hansruedi Bütler 10.07.18 21:52
"Dass sich die Ärzte ihre Entscheidung nochmal
überlegen ....." Lieber Thomas, da gibt es nicht viel zu überlegen. Von den acht Geretteten Jungs haben, so wie es aussieht zwei eventuell einen Infekt in der Lunge und werden mit Antibiotika behandelt. Was mir bis jetzt fehlt ist eine exakte Diagnose mit Blutbild und mikrobiologischer Untersuchung. Alles mögliche käme in Frage teilte der Arzt mit: Leptospirose (deren natürliche Wirte vor allem Ratten und Mäuse sind), kann man in einer Höhle nicht ausschließen. Virulente und bakterielle Erkrankungen wurden ebenso als eine Möglichkeit angesehen. Er sprach auch von einer Pneumonie (Lungenentzündung), welche meist durch eine Infektion mit Bakterien, Viren oder Pilzen verursacht wird. Alles möglich: Aber in dieser Aufzählung missfallen mir die "PILZE" (sollten Fledermäuse in der Höhle gehaust haben) und dies gefällt mit überhaupt nicht!!! Ich hoffe, es ist nur eine "einfache" Lungenentzündung die schnell auskuriert werden kann. Ich wünsche den Jungs alles gute und gute Genesung. Wie Du siehst Thomas, es würde eng bis zum Finale.
Thomas Thoenes 10.07.18 17:56
Das wird die Jungs sicherlicherlich
sehr freuen zu hören. Zumal die FIFA ja kaum dafür sorgen trage würde das das beste Ärzte und Schwesternteam das für Geld zur Verfügung steht die Jugendlichen begleiten würde und 24 Stunden für deren Wohlergehen sorge tragen. Auch das Endspiel einer WM in einer VIP Lounge als Ehrengäste zu sehen trägt ja so gar nicht zur körperlichen und geistigen Genesung bei. Ich hoffe für die Jungs das sich die Ärzte ihre Entscheidung nochmal überlegen und oder die Eltern dazu beitragen. Ich wünsche ihnen auf jeden Fall dieses einmalige Lebensereignis und drück die Daumen das es doch noch klappt.