Staatsanwaltschaft fordert Milliarden-Strafe von UBS

Foto: epa/Ennio Leanza
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PARIS (dpa) - Im Prozess gegen die Schweizer Großbank UBS hat die französische Staatsanwaltschaft eine Geldstrafe von 3,7 Milliarden Euro gefordert. «Steuerbetrug ist nichts anderes als ein Diebstahl zum Nachteil der Gemeinschaft», sagte Staatsanwalt Eric Russo nach Angaben der französischen Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag. Die Schweizer Großbank UBS steht in Frankreich wegen Geschäften mit Steuerhinterziehern vor Gericht.

Die Anklage wirft der UBS Geldwäsche im Zusammenhang mit Steuerhinterziehung sowie illegale Anwerbung von Kunden vor. Die Bank soll vermögenden Franzosen geholfen haben, Milliardenbeträge vor dem Finanzamt zu verstecken. Laut Anklage geht es um Vermögenswerte von mehr als zehn Milliarden Euro. Der Prozess begann am Montag in Paris mit Verfahrens- und verfassungsrechtlichen Fragen.

Die Bank hatte vor dem Prozess erklärt, nach einem mehr als sechs Jahre dauernden rechtlichen Verfahren erhalte UBS jetzt die Gelegenheit, sich vor Gericht gegen die «oftmals haltlosen» Anschuldigungen zu wehren.

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