FIFA verpflichtet sich zu Nachhaltigkeit für WM 2022 in Katar

Foto: epa/Ali Haider
Foto: epa/Ali Haider

ZÜRICH (dpa) - Menschenrechte und Umweltschutz: Der Fußball-Weltverband FIFA hat sich für die WM 2022 in Katar zu einer Nachhaltigkeitsstrategie verpflichtet. Diese entspräche den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, teilte FIFA-Generalsekretärin Fatma Samoura am Dienstag mit.

Der Nachhaltigkeitsstrategie zufolge geht es etwa darum, die Rechte der Arbeiter zu schützen. Die FIFA will demnach sicherstellen, dass die Menschen unter ordentlichen Arbeitsbedingungen an den Sportstätten arbeiten und Zugang zu Arzneimitteln haben.

Die Arbeitsbedingungen an den Baustellen der WM-Sportstätten stehen immer wieder in der Kritik. Unter anderem hatte die Menschenrechtsorganisation Amnesty International die Arbeitsbedingungen in dem Golfstaat kritisiert. Die Arbeiter dürften sich nicht frei bewegen und würden zur Arbeit gezwungen, hatte der Vorwurf gelautet. Es läge auch in der Verantwortung der FIFA, Missbräuche zu verhindern, die im Zusammenhang mit der Weltmeisterschaft stehen, hatte Amnesty gefordert.

Außerdem will die FIFA das Turnier für Menschen mit Behinderung zugänglicher machen und dafür sorgen, dass auch Fans mit geringem Einkommen daran teilnehmen können. Zum Schutz der Umwelt sollen Luftverschmutzung und Müllaufkommen durch die Sportstätten gering gehalten und der Ausstoß von Treibhausgasen ausgeglichen werden.

Weiter soll die WM 2022 der Strategie nach zur wirtschaftlichen Entwicklung Katars beitragen und ein Beispiel für verantwortungsvolle Führung etwa im Bereich Kampf gegen Korruption sein.

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Jürgen Franke 22.01.20 17:53
Herr Sigrist, mir ist nicht bekannt, dass
jemand gezwungen wird, dorthin zu fahren oder die Spiele im Fernsehen zu verfolgen. Eigentlich ist es auch reichlich spät, sich heute darüber aufzuregen.
Beat Sigrist 22.01.20 15:39
Es sind wohl
einige hundert Bauarbeiter gestorben und verschwunden auf diesen Baustellen dort. Mir wäre es nicht wohl ein solches Stadion zu betreten! FIFA hat total versagt in jeder Beziehung, aber dafür wurden ja einige Bankkonten des Kaders der FIFA aufgefüllt. Nicht mal geschenkt würde ich diese Veranstaltung besuchen in einem solchen Land. Ebenso wird es das erste Mal in Leben sein, wo ich die Spiele auch nicht am TV verfolgen werde.