Fass-Leiche: Erste Anklage erhoben

Foto: The Nation
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PATTAYA: Die südkoreanische Justiz hat Anklage gegen einen jungen Mann erhoben, der beschuldigt wird, an dem grausamen Mord an einem Landsmann in Pattaya beteiligt gewesen zu sein. Das Opfer wurde tot in einem mit Beton gefüllten Fass im Mabprachan-Reservoir nahe der thailändischen Touristenmetropole aufgefunden. Die Anklage erfolgte durch die Staatsanwaltschaft des Bezirks Changwon, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap.

Die südkoreanischen Behörden haben die Namen des Angeklagten und des Opfers aus Gründen der Privatsphäre nicht öffentlich gemacht. Die thailändische Polizei hingegen identifizierte den Angeklagten als Lee Roun und das Opfer als Roh Eui-jong, 34. Lee Roun wurde zuvor etwa 210 Kilometer südlich von Seoul in der Stadt Jeongeup festgenommen worden, nachdem er aus Thailand geflüchtet war.

Den Ermittlungen zufolge ist Lee Roun Teil eines Trios, dem vorgeworfen wird, Roh in Thailand ermordet zu haben. Nach dem Mord wurde Rohs Leiche in ein Fass gesteckt und mit Beton gefüllt, bevor es im Mai in den Mabprachansee geworfen wurde.

Ein weiterer Verdächtiger, der 27-jährige Lee Young Jin, wurde in Phnom Penh festgenommen und nach Thailand ausgeliefert. Die südkoreanische Polizei befindet sich in Verhandlungen mit der thailändischen Polizei über seine Auslieferung nach Seoul, wo ihm der Prozess gemacht werden soll.

Der dritte Verdächtige, Kim Hyeonng Won, ist noch auf der Flucht und soll sich nach Myanmar abgesetzt haben. Die brutale Vorgehensweise der Gruppe wird von einem südkoreanischen Staatsanwalt wie folgt beschrieben: „Auf der Suche nach Geld und Wertgegenständen näherten sich die Verdächtigen dem Opfer, ermordeten es und ließen seine Leiche in einem fremden Land, außerhalb der Gerichtsbarkeit Südkoreas.“

Die südkoreanische und thailändische Polizei arbeiten weiterhin eng zusammen, um den Fall aufzuklären und die flüchtigen Täter zur Rechenschaft zu ziehen.

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