Einkaufszentren berechnen einen Baht für Plastiktüten

Foto: epa/Mast Irham
Foto: epa/Mast Irham

BANGKOK: Ab Mittwoch fordern mehrere Einkaufszentren einen Baht pro Plastiktüte.

Es sind die Mall Group mit The Mall, Emporium, EmQuartier, Siam Paragon und die BluPort Hua Hin Resort Mall. Alle Filialen der Gourmet-Supermärkte berechnen ebenfalls einen Baht. Der Erlös geht an die Spende der World Wildlife Foundation Thailand.

„Ich bin froh, dass sie Plastiktüten in Rechnung stellen. Das ist ein großer Schritt nach vorne. Ich bin glücklich, dass sie sich darauf konzentrieren, den Planeten zu retten", sagte Ralyn „Lilly" Satidtanasarn. Die elfjährige Klimaaktivistin hatte im Vorjahr bei einem Vortrag die Führungskräfte der Mall aufgefordert, die Verwendung von Plastiktüten einzustellen. Zuvor hatte die Mall Group bereits am 1., 4. und 16. eines jeden Monats „No Plastic-Bag-Tage“ proklamiert. Obwohl die Tüten ab Mittwoch weiter verfügbar sind, müssen sie gekauft werden. Kunden, die keine Plastiktüte verwenden, erhalten 10 Punkte auf ihre M-Card-Mitgliedschaft (1,25 Rabatt). Bei 800 Punkten gibt’s einen Rabatt von 100 Baht.

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Rüdiger 06.07.19 21:50
Siam Fan
Irgendwie lassen Sie keine anderen Argumente (Kommentare) gelten. Die Schüler (Oberstufe) haben nachgedacht, sowie die Händler. Ich habe nix von abgeschafften Müllautos geschrieben. Was hat Zweiter Weltkrieg und Holzvergaser hier auszusagen. Wenn es morgen hier in Thailand ab sofort keine Plastiktüten (wie jetzt in Neuseeland) mehr geben würde, wie bekommen Sie denn ihren Einkauf "trocken" nach Hause? Wie entsorgen Sie denn ihren Hausmüll und bringen ihn trocken zur Mülltonne? Sie schreiben: Haben Sie diese (Plastikeinkaufstüten) nicht mehr muß ich original Müllbeutel kaufen und zusätzlichen Müll erzeugen. Wieso? Sie tauschen doch nur die Tütenart. Und wenn es diese Müllbeutel auch nicht geben würde, was ist dann? Papiertüte?! Kein/Weniger Plastiktütenmüll! Das Thema aber hier ist Plastiktüten für 1 Baht. Was leider viel zu wenig ist und wie Ihre Meinung auch, nur Augenwischerei. Ein Tropfen auf den heißen Stein.
Siam Fan 06.07.19 19:53
@Rüdiger
Heute habe ich großes Forscherglück! :-) Im Gesetz steht drin, alle Händler müssen alles am Ausgang/ Eingang zurücknehmen, da war aber vor über 20Jahren keiner von begeistert. Heute ist das eine kostenlose Werbung und die Schüler fangen nicht an zu denken. Das mit dem Zeitungspapier sollten Sie aber schon nochmal durchlesen und versuchen zu verstehen. Ihren sonstigen Ausführungen entnehme ich, wegen "Dieselfahrverbote", hat man alle Müllautos abgeschafft!? Da wird die Nutzlast erheblich veringert und ich hoffe, die kommen mit einer Batterieladung wieder von der Deponie zurück. Im zweiten Weltkrieg hatte man Holzvergaser im Einsatz, da könnte man direkt von der Ladefläche "nachtanken" und brauchte nicht so oft zur Deponie fahren. Ich sag's immer, wichtig ist nur, was hinten raus kommt!
Wilfried Stevens 06.07.19 16:23
Hersteller müssen mitmachen
Seht den ganzen Verpackungsun-, und -wahnsinn bei Kosmetik, Süsswaren, Haushaltsartikel...der Unsinn der Miniverpackungen etc.etc...das macht die grosse Masse aus...Trinkhalme braucht niemand.
Rüdiger 06.07.19 13:42
Siam Fan
Zeitungspapier nachgelesen: Zu einem hohen Anteil aus Altpapier hergestellt werden z. B. Verpackungspapiere und Karton (bis zu 100 %) und Zeitungspapier (die meisten Tageszeitungen werden auf Papier aus 100 % Altpapier gedruckt). Ist schon klar mit Online-Zeitungen kann man nichts einpacken :-) Aber warum ist Deutschland mit seinen ganzen Rücknahmesystemen mit Spitzenreiter in Europa in Plastikmüllaufkommen? Z.B. in meiner Heimatstadt haben ein Gymnasium und eine Supermarktkette ein Projekt gestartet: Der Kunde gibt direkt nach Einkauf die Verpackungen zurück die er nicht möchte und die Ergebnisse daraus werden an die Hersteller weitergegeben. So brauch der Kunde nicht alles nach Hause schleppen, auspacken und einen Gelben Sack füllen. Dann brauch auch kei LKW oder Pickup in die Stadtfahren (Dieselfahrverbote). Die Anfragen von anderen Ketten überschlagen sich geradezu. Am Anfang sind die Ansätze zumachen, nicht am Ende. Stehen erstmal die "Müll" Fabriken hier in Thailand wird vermutlich wie immer nicht weitergemacht und -gedacht.
Siam Fan 06.07.19 07:12
Korintenzähler, Wortverdreher, ...
@Rüdiger, das mit dem Zeitungspapier sollten Sie mal nachlesen. Das waren die üblichen Wortverdreher, Haare in jeder Suppe Sucher, da reichen hier die 1500 Anschläge nicht. Natürlich sollte viel vermeiden, was ja passieren wird. Es wird nicht mehr 3 oder gar 4 fach verpackt, Blenderverpackungen sollte man gleich ganz verbieten, ... .es geht hochgerechnet für TH um 4.000.000Tonnen Verpackungen. Wo man natürlich auch die 5-10.000t Trinkhalme und Einkaufstüten dazugeben kann. Nur müssen dann 4-8.000t gelbe Säcke oder ähnliches zugekauft werden. Es ist kein Schwieriges System! Einfacher wäre es, es gibt nur noch gelbe Einkaufstüten und darin stellt man das Verpackungsmat vor die Tür. Das kann mit einem normalen Lkw oder auch Pickup gesammelt werden.