Dow legt leicht zu - Technologiebörsen fester

Foto: Pixabay/Сериал Бригада
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NEW YORK: Die wichtigsten US-Börsen haben am Donnerstag doch noch allesamt in der Gewinnzone geschlossen. Im frühen Handel drehten zunächst die technologielastigen Nasdaq-Börsen ins Plus. Gegen Handelsende gelang dies dann auch dem Wall-Street-Börsenbarometer Dow Jones Industrial. Mit einem Aufschlag von 0,15 Prozent auf 29.483,23 Punkte ging er aus dem Geschäft.

Der marktbreite S&P 500 legte letztlich um 0,39 Prozent auf 3581,87 Punkte zu. Der Nasdaq 100 rückte um 0,76 Prozent auf 11.985,43 Punkte vor.

Insgesamt allerdings mangelte es an klaren Impulsen: Die Konjunktur- und Stimmungsdaten fielen gemischt aus. Während die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend stieg, trübte sich das Geschäftsklima in der Region um die US-Stadt Philadelphia im November weniger deutlich als erwartet ein.

Mit Blick auf die Pandemie halten sich Pessimisten und Optimisten weiterhin die Waage. Einige Anleger sind vorsichtig, da die aktuelle Lage alles andere als rosig ist, womit auch entsprechend wirtschaftliche Sorgen einhergehen. Andere setzen auf vielversprechende Daten zu ersten Impfstoffen und hoffen auf ein baldiges Ende der Viruskrise.

Seit dem Ausbruch der Pandemie starben in den USA mehr als eine Viertelmillion mit dem Virus infizierte Menschen und die Lage bleibt weiter alarmierend. Immer noch befänden sich die Vereinigten Staaten an einem «gefährlichen Punkt» in der Pandemie, sagte etwa der US-Gesundheitsbeamte Admiral Brett Giroir dem Sender MSNBC. Er gehört der Corona-Arbeitsgruppe im Weißen Haus an. Seit Donnerstag sind in New York die Schulen wieder geschlossen, nachdem in der Metropole die Drei-Prozent-Schwelle an positiven Corona-Tests überschritten wurde.

Einmal mehr hatten die Technologiewerte die Nase vorn. Apple, Microsoft und Intel fanden sich im Dow unter den Favoriten und legten um 0,5 bis 1,2 Prozent zu. An der Nasdaq verzeichneten zudem die Aktien des Elektroautobauers Tesla bei etwas mehr als 508 US-Dollar ein Rekordhoch. Mit einem Plus von 2,6 Prozent auf etwas unter 500 Dollar beendeten sie dann den Handel.

Johnson & Johnson zeigten sich mit minus 0,2 Prozent wenig bewegt von Informationen des Pharmakonzerns in Sachen Corona-Impfstoff. Voraussichtlich im Januar oder Februar könnten Aussagen über die Wirksamkeit des unternehmenseigenen Impfstoffs gemacht werden, hieß es. Da sind Moderna sowie Biontech/Pfizer schon deutlich weiter. Ihre Impfstoffe gelten aktuellen Studiendaten zufolge als hoch wirksam. Eine Notfallzulassung wird daher bereits in Kürze erwartet. Moderna stiegen um 4,4 Prozent, Biontech um 5,0 Prozent. Pfizer indes verloren 0,4 Prozent.

Die Anteilscheine von Macy's legten um 2,1 Prozent zu. Die angeschlagene traditionsreiche Kaufhauskette schrieb in den drei Monaten bis Ende Oktober einen hohen zweistelligen Millionen-Dollar-Verlust, und die Erlöse sanken im Jahresvergleich kräftig um fast ein Viertel. Am Markt war jedoch Schlimmeres befürchtet worden.

Die Papiere von Nvidia schlossen nach einem schwachen Start an der Nasdaq mit plus 0,1 Prozent letztlich kaum verändert. Das Geschäft mit Rechenzentren und neuen Grafikkarten bescherte dem Computerkonzern im vergangenen Quartal zwar einen kräftigen Umsatzsprung. Allerdings mahnte Nvidia, dass sich das Erlöswachstum im Rechenzentren-Geschäft im laufenden Quartal etwas abschwächen könnte.

Dass der Börsenbetreiber Nasdaq die US-Firma Verafin kaufen will, verhalf den Nasdaq-Papieren zu einem Plus von 1,7 Prozent. Das Unternehmen ist unter anderem spezialisiert auf die softwaregestützte Überwachung von Finanzdienstleistungen mit Blick auf die Entdeckung von kriminellen Aktivitäten und die Einhaltung von regulatorischen Auflagen.

Der Kurs des Euro stieg im späteren US-Handel auf Tageshoch. Zum Börsenschluss an der Wall Street kostete die Gemeinschaftswährung 1,1879 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs am Nachmittag in Frankfurt auf 1,1832 (Mittwoch: 1,1868) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8452 (0,8426) Euro. Am US-Rentenmarkt stieg der Terminkontrakt für zehnjährige Staatsanleihen (T-Note-Future) um 0,10 Prozent auf 138,38 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Anleihe betrug 0,85 Prozent.

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