Dorfverteidigung wird auf mobiles System umgestellt

Foto: Thaipbsworld
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THAILAND: Das derzeitige Dorfschutz-System im unruhigen tiefen Süden Thailands soll nach dem Anschlag militanter Separatisten mit 15 Toten in Yala komplett überarbeitet oder durch ein mobiles System ersetzt werden.

Künftig sollen die freiwilligen Einheiten der Dorfverteidigung regelmäßig auf Patrouille gehen, um Aufständische zu suchen, anstatt in einem Unterstand ein Ziel für Attentate zu sein. Das neue Sicherheitssystems wurde am Mittwoch von Generalleutnant Pornsak Poonsawat, Befehlshaber der Vierten Armee, angekündigt, nachdem am Dienstagabend Aufständischen auf die Dorfverteidigungseinheit Ban Thung Sadao in der Provinz Yala einen Anschlag verübt hatten.

Nach der Inspektion des provisorischen Außenpostens am Straßenrand, der Ziel des Angriffs war, teilte Generalleutnant Pornsak den Medien mit, dass das stationäre Wachsystem des Dorfes die Freiwilligen zu einem leichten Ziel für Aufständische gemacht habe und eine sofortige Überarbeitung benötige, um eine Wiederholung des Gemetzels zu verhindern. Von nun an müssten die Freiwilligen der Dorfverteidigung in Bewegung sein. Sie dürften auch nicht im Dschungel campen, sondern müssten in Häusern schlafen.

Ein Gemeindevorsteher teilte „Thai PBS“ mit, dass sich am Dienstagabend etwa 20 Freiwillige in dem Außenposten befunden hätten, um an ihrem wöchentlichen Treffen zum Arbeitsplan teilzunehmen. Mehr als zehn Aufständische hätten den Posten angegriffen. Alle 15 Opfer des Angriffs wurden inzwischen nach islamischer Tradition beerdigt. Die Familien der Opfer erhalten jeweils 500.000 Baht als Erstentschädigung.

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Siam Fan 10.11.19 04:12
Lieber Herr Harms, ich mag keine Leute, ...
... die statt konstruktiver Kritik, nur PERSÖNLICHE Angriffe draufhaben! Ich habe hier im Süden in den Bergen einige Jahre gelebt. In der Zeit hat die Polizei im "County" versucht festzustellen, wer da alles wo lebt. @Harms, wischen Sie bei sich mal alles aus, was sie über Geografie und Karten wissen aus, dann sind Sie auf dem Stand der meisten Thais! Was hilft dann GPS das mir die genaue Koordinate anzeigt, aber da ist nur ein weiße Fleck. Gestern hat mich ein Beamter der Immigration angerufen und wollte wissen, wo ich wohne. Und das obwohl ich jedes Jahr neu einen Kartenausdruck und eine Lageskizze und die GPS-Daten vorlegen muß. Lieber Herr Harms, was machen Sie eigentlich, wenn die Amis die Leistung wieder etwas runterdrehen?! Ich habe bis heute schon etwa 80 Wegeskizzen erstellt, die GPS/Google Maps ergänzen. Viele Thais sind von der Orientierung her, wie 6-10jährige Kinder weil das nie trainiert wurde. Ich weiß echt nicht was da GPS helfen soll. Aber Sie werden es jetzt sicher SACHLICH erklären!?
Oliver Harms 09.11.19 11:55
Siam Fan aua!
Am besten fahren sie weiter mit SPWs als U Boot Ersatz zur See. Schon einmal etwas von asymmetrischer Kriegsführung gehört? Karte und Kompass einnorden war mal genau wie der Schrittzählerkasten mit Spulenknoten den sie dazu noch im Dschungel brauchen um ihren weg finden zu können. Man nutzt beim Millitär inzwischen-seit dem golfkrieg 1auch für Zivis kein Geheimniss mehr-GPS!
aurel aurelis 08.11.19 21:24
Verfrühte Begräbnisfeier
ist es wenn sich über ein Dutzend Leute treffen. Es ist ein willkommenes Ziel für Terroristen. Es war höchste Zeit, dass Einer entscheidet, Terroristen sind durch Patrouillen zu jagen.
Siam Fan 08.11.19 13:10
DAS hört sich mal richig gut an!
Der tiefe Süden ist ist eine der am dichtesten besiedelten Regionen. Wichtig wäre, die "weißen Lücken" in den Karten (auch google) zu schließen! Bei den Führern ist es genauso wichtig, due Lücken in Bezug auf Geografie, Karte, Kompass zu schließen! Damit sollte mit der vorhandenen Übermacht, das Problem "tiefer Süden" und der dahinter stehende Mastermind in wenigen Monaten erledigt sein.