Doppelmord mit lebenslanger Haft bestraft

Polizisten bei der Spurensuche am Tatort am 29. Juli 2018. Foto: The Nation
Polizisten bei der Spurensuche am Tatort am 29. Juli 2018. Foto: The Nation

PATTAYA: Das Provinzgericht hat am Mittwoch den ehemaligen Phuket-Barbesitzer Panya „Sia Auan Bangla“ Yingdang wegen Doppelmordes an einer ehemaligen Schönheitskönigin und deren Freund zum Tode verurteilt, das Strafmaß aber in eine lebenslange Freiheitsstrafe umgewandelt, weil er geständig war.

Pavena Namuangrak und ihr Freund Anantachai Jaritram wurden am 29. Juli 2018 auf dem Parkplatz vor dem Buddha-Bildnis Khao Chi Chan, einer Touristenattraktion in Sattahip, erschossen. Erst zum Tode und dann zum Leben hinter Gittern verurteilt wurden auch Kiattisak Surangsaengmeeboon, der Panya zum Tatort gefahren hatte, und der Schütze Narong Warintarawet. Ein vierter Angeklagter, Sayan Srisk, wurde zu einer Haftstrafe von 50 Jahren verurteilt. Jirasak Unaibun, der zweite Fahrer der Bande, und Panyas Leibwächter Krissana Srisuk wurden jeweils zu 16 Jahren inhaftiert.

Das Gericht ordnete außerdem an, dass alle sechs Männer insgesamt 7,32 Millionen Baht als Entschädigung an Anantachais Familie und 7,312 Millionen Baht an Pavenas Familie zahlen müssen. Wanpen Namuangrak, Pavenas Mutter, sagte, sie sei mit dem Urteil zufrieden, habe sich jedoch geweigert, den „Wai“ zurückzugeben, den Panya ihr angeboten hatte, als sie den Gerichtssaal betrat, um das Urteil zu hören.

Nach den Morden bei Tageslicht vor Touristen und Straßenhändlern stellte die Polizei fest, dass Panya aus Eifersucht und Wut gehandelt hatte. Er hatte drei Jahre um Pavena geworben und in dieser Zeit deren Familie insgesamt 7 Millionen Baht zukommen lassen. Panya wurde nach seiner Flucht von der kambodschanischen Polizei festgenommen und den thailändischen Behörden überstellt. Er und die fünf anderen Angeklagten befanden sich seit ihrer Festnahme im Jahr 2018 in Haft und waren nicht gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt worden.

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Klaus Berbel 19.09.19 14:50
Viel zu wenig Geld
14,6 Millionen Baht sind doch viel zu wenig. Warum nicht gleich 140 Millionen. Das können die Männer (außer der Barbesitzer. Der hat wohl ein bisschen Geld) ja easy zahlen wenn sie im Knast sind. *ironie off Würde gerne sehen wie viel Geld die Familien am Ende tatsächlich bekommen.
THOMAS S 19.09.19 13:23
Weil er geständig war
Und nach Kambodscha geflohen ist und Zeugen ohne Ende gab,gibt es einen Rabatt. Einfach nur lächerlich.