Deutsche gedenken der Tsunami-Opfer in Südthailand

KHAO LAK: In Südthailand haben bei einer bewegenden Zeremonie mit deutschsprachigen Seelsorgern mehr als 100 Menschen der Opfer des verheerenden Tsunamis 2004 gedacht.

Direkt am Strand von Khao Lak versammelten sich die Angehörigen von Opfern sowie Überlebende zum Beten und Erinnern. Viele hatten die Katastrophe hier in unmittelbarer Nähe selbst miterlebt. «Mein Blut ist in diese Erde geflossen», sagte Ben Atréu Flegel, der damals als 15-jähriger nur wenige Meter entfernt Urlaub machte. Seine Großeltern kamen dort ums Leben.

Der deutsche Botschafter in Thailand, Rolf Schulze, verlas ein Grußwort von Bundespräsident Joachim Gauck. «Die Bilder von damals haben ihren Schrecken nicht verloren», schrieb Gauck. «Die Panik, das Chaos, die Wucht, als die große Welle kam.» Viele Überlebende hätten bis heute schwer an den Ereignissen zu tragen. «Die Angst vor dem Ertrinken, der Verlust von geliebten Menschen, das tage-, manchmal wochenlange Bangen um ihre Wiederkehr haben Spuren hinterlassen», schrieb Gauck.

Er bedankte sich im Namen der deutschen Opfer und ihrer Familien bei Ärzten, Seelsorgern, Forensikern und Bestattern, die damals halfen. Dank ging auch an die Millionen Spender, die Soforthilfe ermöglichten. Und er erinnerte an die Menschen vor Ort, die sich selbstlos gerade um die verletzten und mittellosen ausländischen Touristen kümmerten.

Foto: epa
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