Ausländer schulden Hospitälern 300 Millionen Baht

Foto: The Nation
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THAILAND: Ausländische Touristen haben im Vorjahr nach Behandlungen in staatlichen Krankenhäusern Rechnungen über 300 Millionen Baht nicht bezahlt.

„Diese Probleme betreffen vor allem touristische Städte", unterstrich der Generaldirektor des Health Service Support Department (HSSD), Dr. Nattawuth Prasertsiripong. Deshalb habe das HSSD in Chonburi, Chiang Mai, Phuket, Phang-nga und Surat Thani Schadencenter eingerichtet, um den staatlichen Krankenhäusern zu helfen, die Schulden der von ihnen behandelten Ausländer einzuholen.

Ein Beamter des Gesundheitswesens sagte unter der Bedingung der Anonymität der „Nation“, dass Ausländer während längerer Aufenthalte in Thailand oft kein Geld mehr haben. „Und wenn sie medizinische Leistungen benötigen, zahlen sie einfach nicht." In einigen Fällen seien Ausländer monatelang in einem Krankenhaus behandelt worden, ohne einen einzigen Baht zu zahlen. „Wir haben versucht, ihre Konsulate und Botschaften um Hilfe zu bitten, aber nicht alle Fälle können auf diese Weise gelöst werden", fügte der Beamte hinzu.

Natthawuth hofft, dass eine Reiseversicherung für alle ausländischen Besucher zur Pflicht wird, um die staatlichen Krankenhäuser vor der zusätzlichen Belastung zu bewahren. „Zumindest sind wir der Meinung, dass alle Reiseveranstalter, die Personen nach Thailand bringen, von ihren Kunden eine Reiseversicherung verlangen müssen." Langfristig möchte der Generaldirektor, dass Langzeitgäste eine Lebensversicherung, eine Unfallversicherung und eine Krankenversicherung abschließen müssen. „Wir denken auch darüber nach, eine Versicherung für ältere Ausländer, die sich nach Thailand zurückziehen, obligatorisch zu machen. Ansonsten werden die staatlichen Krankenhäuser wieder die Last tragen.“ Weil die Gesundheit mit zunehmendem Alter abnimmt und Senioren mehr medizinische Hilfe benötigen.

Thailands Medical-Hub-Komitee hat im vergangenen Jahr grundsätzlich einen Plan verabschiedet, der vorsieht, dass Einwanderer mit langem Aufenthalt eine Krankenversicherung für ihr erstes Jahr in Thailand abschließen müssen. Ausländer, die einen einjährigen Aufenthalt in Thailand planen, müssten eine ambulante Deckung in Höhe von bis zu 40.000 Baht und eine stationäre Deckung in Höhe von 400.000 Baht abschließen.

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Jürgen Franke 13.03.19 17:40
Herr Rutta, es ist schon relativ
leichtsinnig, durch die Lande zu reisen, ohne sich ausreichend, zu mindestens gegen Krankheit oder Unfälle abzusichern. Doch Sie konnten davon ausgehen, dass Ihnen Ihre Verwandtschaft helfen würde, um nicht alt aussehen zu müssen.
Michael Meier 13.03.19 17:39
@ Klaus Maier
Stimmt 100%ig ! Es fällt auf dass die Thai Politik in den letzten 4 Monaten sich nur damit beschäftigt wie sie den Farangs das Leben schwer machen kann. Die wirklichen Probleme können sie nicht lösen , rauf auf die Farangs die das Land finanziell am Leben halten.
Michael Meier 13.03.19 10:49
@ Rutta
Mein Gott , wie passiert denn so was ? Nur einrenken kostet 500€ ? Einfach unglaublich ! Macht jeder Hausarzt nebenbei .
Jürgen Franke 13.03.19 10:49
Herr Raktin, Sie können mir doch jederzeit
widersprechen. Sie haben jedoch übersehen, dass es in meinem Beitrag, um die gesetzliche Einführung einer Versicherung für alle US Bürgen ging. Eine Versicherungspflicht wie sie in Deutschland seit vielen Jahren Gesetz ist. Jeder US Bürger, der die finanziellen Mittel hat, ist selbstverständlich versichert. Über 45 Millionen Bürger der USA sind es jedoch nicht. Die Bürger der USA sind jedoch so selbstbewusst, dass sie sich nichts vom Staat aufoktroyieren lassen, so dass Obama scheitern musste. Das gleiche gilt auch für die Freiheit der Bürger der USA, Waffen zu tragen.
Siegfried Rutta 13.03.19 02:10
Ich bin auch erst nach Bezahlung von umgerechnet 500 € in Phuket behandelt worden nach dem mir das Hüftgelenk aus der Schale gesprungen ist, zum Glück habe ich Verwandtschaft in Phuket ich weiß nicht wie ich zur bank kommen hätte sollen. Ohne meine Frau und Verwandtschaft hätte ich Alt ausgesehen.
Roman Müller 12.03.19 22:46
Ich denke,
da werden wieder mal Äpfel mit Birnen gemischt. Im Bericht wird ganz klar erwähnt dass es sich um staatliche Krankenhäuser handelt, also NICHT um die sündhaft teuren Privatspitäler bei denen beispielsweise ein doppelter Beinbruch das doppelte kostet wie im Hochpreisland Schweiz. (Selbst miterlebt, also kein schlechter Witz). Die bleiben eh selten auf den Kosten sitzen denn ohne Kostengutsprache wird da kaum etwas gemacht. Westliche Turis gehen normalerweise in die teuren Privatspitäler, sie sind gut versichert. Nun zum Kernpunkt. Alle Menschen ohne Thainationalität sind Ausländer. Also Kambodschaner, Burmesen, Laoten etc. etc. Aus finanziellen Gründen bleibt ihnen lediglich die Option staatliches Krankenhaus. Nach Gesetz müssten die Arbeitgeber für die Versicherung ihrer Arbeiter aufkommen. Aber eben, müssten, denn in Tat und Wirklichkeit wird da halt dies oft, sagen wir mal vergessen. Um diese Zahl 300 Mio.in den Raum zu werfen müssten gleichzeitig dazu auch die Nationalitäten preis gegeben werden welche diese Kosten angeblich verursachen. Ich denke nur für einen kleinen Teil sind westliche Turis und Expats verantwortlich. So hat BJ ja auch rund 7000 "Ausländer" verhaftet wovon nur ganz wenige nicht aus ostasiatischen und afrikanischen Ländern stammten. So gesehen sagt die Zahl wenig über die wirklichen Verhältnisse aus.
Jürgen Franke 12.03.19 11:08
Lieber Michael, Deinen Zeilen ist zu entnehmen,
dass Du zu dem risikobereiten Personenkreis gehörst, der immer noch nicht in Thailand krankenversichert ist. Da die Aufnahme in eine KV auch vom Alter abhängt, ist zu empfehlen, sich mit einige KVs, die hier Werbung machen, in Verbindung zu setzen, denn Thailand muss nichts "aus dem Boden stampfen", sondern lediglich Gesetze verabschieden, an die wir uns zu halten haben. Eine Versicherung für ältere Personen, die hier leben, ist unumgänglich. Übrigens als Hinweis: Ich kenne einen Arzt, der als Begleitperson die Menschen im Flieger in die Heimatländer begleiten muss, denen aus gesundheitliche Gründen sonst kein Flugticket verkauft wird.
Jürgen Franke 12.03.19 11:04
Herr Schiffer. eine Reise in die USA
kann, ohne KV sehr teuer werden. Die Prämien für eine USA-KV sind auch entsprechend hoch. Obama ist mit seinem Versuch, dort eine Pflichtversicherung für die Masse der Bevölkerung einzuführen, ebenso gescheitert, wie Guantanamo zu schließen. Die Amis wollen nicht von einer Regierung vorgeschrieben bekommen, sich krankenversichern zu lassen. Das gehöre genauso zum Selbstbewusstsein eines Amis, wie das Recht Waffen zu besitzen.
Jürgen Franke 12.03.19 11:00
Lieber Thomas, nochmals vielen Dank für
Deine Hinweise zu dem Vorfall, der jedoch so unglaublich ist, dass eigentlich auch die deutsche Botschaft hätte eingeschaltet werden müssen, da die auch die Aufgabe haben, sich um die Belange der deutschen Bürger zu kümmern. Meine vielen Erfahrungen, die ich durch Unfälle und Krankheiten in Thailand bedauerlicherweise hatte, kann ich nur Positives über die ärztliche Behandlung in den beiden Krankenhäusern von Phuket berichten. Auch die Abwicklung mit den Versicherungen waren problemlos, da alle Kosten auch übernommen wurden. Das funktioniert selbstverständlich nur, wenn man eine Versicherung nachweisen kann.
Jürgen Franke 12.03.19 10:56
Herr Gerhard, Ihren beiden Beiträgen
von 00:27 bis 00:29 ist grundsätzlich nichts mehr hinzufügen. Die Beiträge sind so deutlich formuliert worden, dass sie die Situation der betroffenen Personen exakt beschreibt.
Volker Chanthathai 12.03.19 10:55
Seltsam
Es gibt ein Gesetz demzufolge jedes Krankenhaus 72 Stunden Notfallbehandlung ohne Kostenpruefung leisten muss. Ich habe es noch nie erlebt, dass vor einer Behandlung die Bonitaet geprueft oder gar Vorkasse gefoerdert wurde. Ich lasse mich allerdings nicht im Bangkok Hospital behandeln. Deren Preispolitik hat dazu gefuehrt, das z. T. international Versicherungen die Deckung dort ausschliessen.
Auch den Krankenwagen muss hier niemand vorab bezahlen. Somit gehoert die Geschichte mit dem Herzinfarkt entweder in das Reich der Legenden oder ist ein Fall fuer den Staatsanwalt.

Reisende sollten in der Tat eine Reisekrankenversicherung haben. Fuer Residenten gibt es die Moeglichkeit den worse case zu versichern. Es gibt hier eine Krankenversicherung, die erst ab 6 Stunden stationaerem Aufenthalt zahlt. Fuer einen 60 Jaehrigen kostet die mit 1MBaht Deckung ca 5.000 Baht/Monat.
Rüdiger 12.03.19 00:34
Was will denn der Generaldirektor noch alles haben? Lebens-, Unfall-, Krankenversicherung. Vielleicht noch eine Sterbeversicherung, eine Haftpflichtversicherung, ... Erstmal eine richtige KV in Gang bringen, denn dieser Weg ist schon weit (Wie H. Stutz schon schrieb)
Michael Meier 12.03.19 00:30
@ KV
Erstaunlich was immer wenn dieses Thema aufkommt was für quatsch geschrieben wird . Eine Chemotherapie kann locker 5 Millionen kosten , für Ernst Schwartz kein Pompem . Eine Reise KV z.B. beim ADAC kann man nur in D abschließen und verlängern , auch nix für abgemeldete die nicht jährlich nach D fliegen . Herr Obermeier behauptet dass die KV-Pflicht für Residenten kommt ,sind sie Hellseher oder haben sie Geheimquellen ? Zeigt mir bitte ihr Experten eine KV die unter 350€ / Monat kostet , z.B. 70jährige aufnimmt und in Thailand bezahlt . Vom Ausschluß der Vorerkrankungen fang ich lieber gar nicht erst an . Wenn Thailand möchte dass ihre Residenten KV bezahlen müßte Thailand erstmal eine KV aus dem Boden stampfen die uns aufnimmt . u.s.w.....u.s.w.


Gerhard 12.03.19 00:29
Ich werde oft gefragt
, was brauche ich um einigermaßen sorgenfrei in Thailand zu leben. Ich bin Realist und lebe im Grossraum Pattaya. Ich muss die Bedingungen der Immigration erfüllen und auch nicht nur an eine KK , sondern auch andere Versicherungen denken. Thailand ist billig und die Frauen sind willig,dass ist so das Denken in Deutschland. Ich meine, 8.000.000 Cash, 6 Mio. um ein Condo/ Haus, Auto, Einrichtung und 2 Mio. Reserve und monatliche Einkünfte zwischen 60.000 - 80.000 Bath und das wohlgemerkt als ein normal lebender Single. Eine "dauerhafte" Thai Frau erhöht diesen Betrag auf 90.000-120.000 und pro Kind 20.000 mehr. Verwandtschaft kommt auch noch. Wer das nicht kann, bleibt besser in Deutschland. Mehr muss man doch nicht sagen.
Gerhard 12.03.19 00:27
In dem Kommentar
geht es nicht darum, ob man eine KK hat die in Thailand bezahlt, sondern darum, dass 300 Millionen ein Betrag ist, den der Staat aufwendet für 32 Millionen Gäste. Bislang ist doch jeder frei. Ich vermute nur das ändert sich. Selbst Gäste aus Asien bekommen nur ein Visum in Deutschland , wenn sie eine Reiseversicherung vorweisen können. Ich bin in Deutschland abgemeldet. So stellt sich die Frage, ich versichere mich oder nicht. Meine Entscheidung war, eine Internationale KK abzuschließen. Genauso halte ich es auch mit der PKW Versicherung. First class. Hier ist Thailand. Man muss nicht nur sein eigenes Risiko absichern . Selbst unverschuldet, wenn der Gegner kein Geld hat, dann zahlt man selber oder hängt auf der Strasse. Allgemeines Denken und Rechtsempfinden sollte man auf dem Airport abgeben und sich der Realität stellen. Thailand ist kein Zufluchtsort mehr für Rentenarmut und grenzenlose Freiheit.
Jürgen Franke 11.03.19 18:29
Herr Hammer, an Ihrer sehr ausführlichen
Schilderung des Krankenaufenthaltes, kann ich lediglich nachvollziehen, dass Ihnen die Fahrt zum Krankenhaus nicht quittiert wurde. Alles andere ist vermutlich auf Kommunikationsprobleme zurückzuführen, da normalerweise das Vorlegen einer IC Karte, neben einem Pass, ausreicht, um behandelt zu werden. Die Vorlage einer Geldsummer in bar ist so ungewöhnlich, dass dieses Verhalten angeprangert werden sollte. Grundsätzlich setzen sich die Krankenhäuser unverzüglich mit den entsprechenden Versicherungsgesellschaften, wo auch immer, telefonisch in Verbindung. Der ADAC stellt eine mehrsprachige Versicherungskarte aus, die im Krankenhaus vorgelegt werden muss, so dass eine Rücksprache über eine Kostenzusage nicht erforderlich ist.
Rainer Stutz 11.03.19 15:06
Nochmal
Da es keine obligatorischen KV gibt in Thailand ist es eine völlig andere Situation als z.B. in der Schweiz und einigen EU Ländern. Der erste Schritt wäre ein "Obligatorium" (Gesetz). Diese müsste aber pro "Zielgruppe" festgelegt werden, wir können hier nicht Residenten und Touristen in den gleichen Topf werfen (im Artikel wird z.B. von Touristen gesprochen, nicht Residenten!). Die Konsequenz wäre, bei KV für Residenten (Langzeitaufenthalter....Business, Familien, usw...) das eine uneingeschränkte Aufnahme für Ausländer, unabhängig von Gesundheitsstatus und Alter, möglich ist. Denke, das wird noch ein weiter Weg, von der "Idee zur Umsetzung".
Jürgen Franke 11.03.19 15:02
Herr Hammer, wenn sich die Situation exakt so
abgespielt hat, wie Sie es uns schildern, gehört dieser Vorfall in den Medien veröffentlicht.
Jürgen Franke 11.03.19 15:01
Wenn in den Hospitäler so verfahren wird,
wie von Herrn Hammer geschildert wurde, kann es zu dieser Summe nicht gekommen sein.
Ernst Schwartz 11.03.19 13:25
Krankenversicherung
@Thomas S: Wieso soll ich als eine Krankenversicherung haben, wenn mich die Krankheitskosten nicht jucken? Wer knapp bei Kasse ist, kann dies machen, freiwillig.
@Gerhard: Genau, was sind denn schon 10 Baht pro Tourist.
Hammer 11.03.19 13:25
Unverständlich keine Krankenversicherung zu haben
das sollte einfach Pflicht sein, so wie in DE auch, wenn z.B. ein Thai zu besuch kommt.
Eine Reisekrankenversicherung kostet doch fast nichts, unter 30 Euro im Jahr und meist hat man noch eine in der Kreditkarte mit drin. Für Residenten sieht das anders aus, als für den normalen Touristen.
Aber aus eigener Erfahrung, als Tourist mit einem Herzinfarkt, kann ich folgendes aus Pattaya berichten.
Ins Bangkok-Pattaya-Hospital eingeliefert wurde ich erst behandelt, nachdem ein Bekannter 350.000 Baht cash gezahlt hat, trotz ADAC gültiger Auslandskrankenversicherung. Bis das Geld bezahlt wurde, lag ich nur bewusstlos im Flur mit einer Blutdruckmanschette. Erst nach der Zahlung wurde sofort begonnen. Nachdem, wegen Wochenende, 2 Tage später die Zusage der Kostenübernahme kam, wurden die 350.000 Baht zurückgezahlt. Was wäre gewesen, wenn ich jetzt keinen Bekannten gehabt hätte, welcher Samstag Abends, 22:00, mit dem Betrag aufgetaucht wäre? Da er in Pattaya lebt und das System kennt, kam er gleich mit einer 7-stelligen Summe ins Krankenhaus.

Ist eigentlich für einen Deutschen nicht verständlich, dass nicht sofort bei Einlieferung mit einem Herzinfarkt begonnen wird. Es wurde dann sofort ein Stent gesetzt.

Ach ja, der Krankenwagen musste vor Ort, bevor ich eingeladen wurde, auch gleich mit 6000 Baht bezahlt werden, Rechnung hierfür gab es keine. Hatte andere Bekannte bezahlt, mit welchen ich unterwegs war, die alarmierten dann auch den Bekannten, welcher zahlte, im KKH
Gerhard 11.03.19 13:09
Thailand hatte
32 Millionen Touristen 2018 . 300 Millionen
Bath Krankenkosten , dass sind rund 10 Bath pro Tourist und ein zusätzlicher Umsatz für die Krankenhäuser. 100 unbegleitete , jugendliche Sozialtouristen kosten in Deutschland genauso viel pro Jahr.